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Comeback mit 36 : Kim Clijsters „will wieder stark sein“

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In New York wurde sie gerade noch geehrt: Kim Clijsters plant ein Comeback. Bild: dpa

Eine frühere Weltranglistenerste im Tennis will es noch mal wissen: Kim Clijsters plant ein Comeback. „Das ist mein persönlicher Marathon“, sagt die 36-Jährige, die auf Wildcards hoffen darf.

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          Acht Jahre lang hatte Kim Clijsters das Feuer in sich auf Sparflamme gehalten, doch irgendwann wollte und konnte sie ihre Leidenschaft für den Tennissport nicht länger unterdrücken. „Ich habe Freunde, die wollen den New-York-Marathon laufen, bevor sie 50 sind. Ich liebe es eben immer noch, Tennis zu spielen“, sagte die Belgierin, die an diesem Donnerstag völlig überraschend ihr Comeback auf der Profi-Tour ankündigte: „Ich will wieder stark sein. Das ist mein persönlicher Marathon.“

          Wie die 36-Jährige in einem Podcast der Profiorganisation WTA bekannt gab, will sie im kommenden Jahr erstmals seit 2012 wieder auf der Profi-Tour antreten. Es wäre bereits das zweite Mal, dass die viermalige Grand-Slam-Siegerin und frühere Nummer eins der Welt aus dem Ruhestand zurückkehrt. „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich irgendjemandem etwas beweisen muss“, sagte Clijsters: „Für mich ist es eher die Herausforderung, die ich suche.“

          Beweisen muss die inzwischen dreifache Mutter tatsächlich niemandem mehr irgendetwas. 41 Einzel-Titel gewann sie in ihrer letztlich kompakten und trotzdem ruhmreichen Karriere, darunter gleich dreimal die US Open und einmal die Australian Open. Dazu stand sie insgesamt 20 Wochen an der Spitze der Weltrangliste. Und das, obwohl sie ihre Laufbahn zwischenzeitlich schon einmal beendet hatte.

          Denn 2007 war Clijsters, seit jenem Jahr mit dem ehemaligen amerikanischen Basketball-Profi Brian Lynch verheiratet, wegen ihrer Schwangerschaft erstmals zurückgetreten. Zwei Jahre später machte sie bei den US Open dann eines der spektakulärsten Comebacks der Sportgeschichte perfekt. Nach 27-monatiger Pause und gerade vier Wochen nach ihrer Rückkehr auf die Tour holte sie damals den Titel beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Ein Triumph für die Rekordbücher, auch weil sie die erste Wildcard-Starterin war, die eines der vier großen Major-Turniere gewann.

          Es folgten zwei überaus erfolgreiche Jahre. Nach ihrer Zweitrunden-Niederlage bei den US Open 2012 gegen die Britin Laura Robson trat Clijsters dann erneut zurück. Nun will es sie noch einmal wissen, die Herausforderung ist dabei allerdings ungleich größer. Zwar zeigen etwa Serena Williams (37) oder Roger Federer (38) derzeit eindrucksvoll, dass auch im hohen Tennisalter noch Topleistungen möglich sind, doch leise Zweifel an ihrer Konkurrenzfähigkeit offenbart auch Clijsters selbst: „Die Frage ist noch immer, ob ich wirklich in der Lage bin, das Niveau zu erreichen, das ich haben möchte“, sagte sie. Aufhalten werden sie diese Zweifel aber kaum. Das Feuer in ihr brennt schließlich immer weiter.

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