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Kanu-WM : „Generationenboot“ gewinnt Gold

  • Aktualisiert am

Haben Erfolg und Spaß: Max Hoff (sitzend) und Jacob Schopf Bild: EPA

Der 36 Jahre alte Max Hoff und sein 16 Jahre jüngerer Bootspartner Jacob Schopf dominieren den WM-Lauf im Kajak über 1000 Meter. Auch das Flagschiff gewinnt Gold.

          Rio-Olympiasieger Max Hoff und Jacob Schopf haben bei der Kanu-WM in Szeged Gold im olympischen Kajak-Zweier über 1000 Meter gewonnen. Das deutsche „Generationenboot“ mit dem 36-Jährigen Hoff und dem gerade mal 20 Jahre alten Schopf holte ein Jahr vor den Sommerspielen in Tokio den Titel vor den Teams aus Spanien und Frankreich. Das Duo sitzt erst seit Mai in einem Boot. Vierer-Olympiasieger Hoff war bereits vor einem Jahr Weltmeister im Zweier geworden, damals an der Seite von Marcus Groß. Wegen des großen Altersunterschieds hat der Deutsche Kanu-Verband (DKV) den Zweier „Generationenboot“ getauft, Schopf nennt Hoff mit einem Augenzwinkern gerne seinen „Daddy“.

          Auch der deutsche Kajakvierer mit Max Rendschmidt, Ronald  Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke hat anschließend den WM-Titel geholt und somit seine Ambitionen für Olympia 2020 in Tokio untermauert. Das Flaggschiff des Deutschen Kanuverbandes gewann zum dritten Mal in Folge Gold. In Ungarn verwies es über die 500-Meter-Distanz Spanien auf Rang zwei. Dritter wurde die Slowakei.

          Die beiden Goldmedaillen waren zugleich die einzigen Medaillen in den zwölf olympischen Klassen für den Deutschen Kanu-Verband (DKV), der sich aber über 15 von 18 möglichen Quotenplätzen für Tokio 2020 (10 im Kajak, 5 im Canadier) freuen durfte. „Das war eine ordentliche WM mit noch Luft nach oben. Unser Primärziel haben wir mit den 15 Quotenplätzen fast erreicht. Bis Tokio bleibt noch Einiges zu tun, aber wir können optimistisch sein, dass wir da auch unsere Medaillen holen werden“, sagte DKV-Präsident Thomas Konietzko.

          Brendel enttäuscht

          Der dreimalige Olympiasieger Sebastian Brendel ist dagegen auf seiner Paradestrecke über 1000 Meter leer ausgegangen. Der Titelverteidiger musste sich mit Rang vier begnügen und verlor erstmals seit 2014 ein großes Rennen auf der olympischen Canadier-Distanz. Gold ging an den Brasilianer Isaquias Queiroz vor Tomasz Kaczor (Polen) und Adrien Bart (Frankreich). „Die Enttäuschung ist riesengroß. Ich hatte mir auf jeden Fall eine Medaille vorgenommen und das nicht erreicht. Die Bedingungen waren fair, daran lag es nicht. Am Ende hat ein bisschen gefehlt“, sagte Brendel. Am Samstag hatte der 31-Jährige, der in der Weltcupsaison ohne Podestplatz geblieben war, über die nicht olympischen 500 Meter seine insgesamt elfte WM-Goldmedaille gewonnen.

          Das Frauen-Quartett mit Sabrina Hering-Pradler, Franziska John, Caroline Arft und Tina Dietze kam mit über vier Sekunden Rückstand auf die siegreichen Ungarinnen nur auf Rang sechs.

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