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Kanu-Slalom-WM : Stress im Stangenwald

  • Aktualisiert am

Schweres Gewässer: Kanu-Slalom in McHenry Bild: AP

Nach dem ersten Tag bei der Kanu-Slalom-WM wird im deutschen Lager mehr über die langwierigen Jury-Entscheidungen diskutiert als über die erste Medaille gejubelt.

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          Franz Anton hat bei den Weltmeisterschaften im amerikanischen Bundesstaat Maryland die erste Medaille für die deutschen Slalom-Kanuten gewonnen. Der Leipziger paddelte am Samstag im Canadier-Einer auf den dritten Rang hinter dem in Frankreich geborenen Amerikaner Fabien Lefevre und dem Slowenen Benjamin Savsek.

          Jan Benzien verpasste auf dem künstlich angelegten Wildwasserkurs im Städtchen McHenry als Vierter knapp einen Podestplatz. Schon im Halbfinale war Junioren-Weltmeister Florian Breuer gescheitert.

          Nach dem ersten Finaltag wurde beim Deutschen Kanu-Verband (DKV) aber vor allem über das undurchsichtige Regelwerk debattiert. Die Zuschauer mussten nach den letzten Fahrern in den Endläufen von Canadiern und Kajakfahren eine gefühlte Ewigkeit  auf die Ergebnisse warten. Einsprüche zahlreicher Nationen gegen die Strafpunktwertungen für etliche Athleten raubten der Jury Zeit und den Fans die Nerven.

          Der deutsche Kajak-Gesamtweltcupsieger Sebastian Schubert musste fast eine halbe Stunde lang rätseln, ehe eine offizielle Entscheidung über seine 50 Strafsekunden für ein falsch befahrenes Tor gefallen war. Und der in Frankreich geborene Amerikaner Fabien Lefevre wurde bei den Canadier-Einern erst nachträglich zum Weltmeister gekürt.

          „Das ist das beste Beispiel, dass wir Kanu-Slalom vom Regelwerk her ändern müssen“, kritisierte DKV-Chef Thomas Konietzko. Der Funktionär selbst sitzt als Mitglied des „Board of directors“ im Weltverband ICF zugleich einer Kommission vor, die umfangreiche Änderungen am Wettkampfprogramm erarbeiten soll. Im Herbst sollen den Föderationen intern erste Vorschläge präsentiert werden.

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