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„Der Moment ist da“ : Julia Görges beendet überraschend ihre Tennis-Karriere

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Mit 31 Jahren ist Schluss: Julia Görges beendet ihre Laufbahn als Profitennisspielerin. Bild: dpa

Julia Görges stand im Wimbledon-Halbfinale und unter den Top-10 der Weltrangliste. Als zweites Mitglied einer „goldenen Generation“ im deutschen Frauentennis beendet sie nun ihre Profi-Laufbahn. Der Zeitpunkt kommt überraschend.

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          Die langjährige Topspielerin Julia Görges hat im Alter von 31 Jahren ihre Tenniskarriere beendet. Das erklärte die Wimbledon-Halbfinalistin von 2018 in den Sozialen Medien. „Ich habe immer gewusst, dass ich es fühlen werde, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, zu Dir Tschüss zu sagen – der Moment ist da“, schrieb Görges ihrem an den Tennissport gerichteten Post: „Vielen Dank für alles, was Du mir gegeben hast – Du wirst für immer in meinem Herzen sein.“

          Görges hat insgesamt sieben Einzel-Titel gewonnen, darunter auch das hochklassig besetzte WTA-Turnier in Stuttgart (2011). Ihren letzten Turniersieg feierte sie 2019 in Auckland/Neuseeland, ihre beste Weltranglistenplatzierung war Rang neun. Sie gehörte zur „Goldenen Generation“ um die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber (Kiel), die frühere Top-10-Spielerin Andrea Petkovic (Darmstadt) und die einstige Wimbledonfinalistin Sabine Lisicki (Berlin).

          „Ihr Rücktritt macht mich wehmütig“, sagte Bundestrainerin Barbara Rittner dem SID in Köln: „Es ist schon der zweite der Goldenen Generation nach Anna-Lena Grönefeld.“ Rittner erinnert sich an 15 Jahre mit Görges und viele Fed-Cup-Reisen, unter anderem zum Finale 2014 gegen Tschechien (1:3) in Prag. „Sie war ein ganz wichtiger Teil des Teams, sie war ehrlich, direkt und konstruktiv. Das habe ich sehr geschätzt. Sie hat sich als Person auf und neben dem Platz toll entwickelt“, sagte Rittner.

          Ihr letztes Turnier spielte Görges bei den French Open in Paris. In Roland Garros verlor sie in der zweiten Runde gegen die spätere Viertelfinalistin Laura Siegemund (Metzingen) in drei Sätzen. „Ich wünsche ihr alles Gute und werde versuchen, sie mit einigem Abstand im Tennis zu halten. Vielleicht als Mentorin für die jungen Spielerinnen“, sagte Rittner.

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