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Ein Kampftag mit Nachwirkungen : Verstöße gegen „Judowerte“

Streitbarer Kämpfer: Karl-Richard Frey Bild: Reuters

Judoka halten etwas auf ihre Verhaltensregeln. Beim Bundesligafinale verlieren zwei Brüder die Beherrschung. Eine Strafanzeige ist die Folge. Doch auch diese Reaktion ist umstritten.

          3 Min.

          Ein schmerzhafter Armhebel, der womöglich etwas zu lange nachgezogen wurde. Ein aufgesetzter Fausthieb, letztlich mehr Drohung als Schlag. Dazu ein hitziger Kampfesbruder, der wirkt, als wolle er zutreten, bevor er in letzter Sekunde abstoppt. Die Szene nach dem ersten von 14 Kämpfen beim Finale der Judo-Bundesliga zwischen dem KSV Esslingen und dem TSV Abensberg hat es in sich. Und sie hat ein Nachspiel. Denn der KSV Esslingen erstattete Strafanzeige wegen Körperverletzung gegen den Abensberger Karl-Richard Frey aufgrund seines Verhaltens unmittelbar nach der Niederlage – und gegen dessen Bruder Johannes.

          Achim Dreis
          Sportredakteur.

          Das Duell zwischen Esslingens Dino Pfeiffer und Frey in der Klasse bis 100 Kilogramm war in die Verlängerung gegangen. Dann setzte Pfeiffer nach gut 50 Sekunden zur siegbringenden Aktion an. Sein Armhebel zwang Frey zur Aufgabe – die dieser mit dem Abklopfen auf der Matte zu erkennen gab. Ippon zugunsten Pfeiffers. 1:0 für das Heimteam. Das Publikum in der Sportarena in Esslingen tobte.

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