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Negativer Bluttest : Irritation um Doping-Probe von Box-Weltmeister Charr

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„Sowohl die Blutprobe als auch die Urinprobe wurden von der Vada am selben Tag abgenommen“: Manuel Charr. Bild: dpa

Nach der positiven Doping-Probe auf Urinbasis gibt es nun einen negativen Bluttest bei Box-Weltmeister Manuel Charr. Die beiden unterschiedlichen Befunde widersprechen sich allerdings nicht.

          Box-Weltmeister Manuel Charr hat nach seiner positiven Doping-Probe auf Urinbasis einen negativen Bluttest vom gleichen Tag veröffentlicht. „Sowohl die Blutprobe als auch die Urinprobe wurden von der Vada am selben Tag abgenommen“, schrieb der 33-jährige Schwergewichtskämpfer am Montag auf seiner Facebook-Seite.

          Das veröffentlichte Dokument bestätigt allerdings nur einen negativen Test auf das Wachstumshormon HGH. Auf die nach übereinstimmenden Medienberichten von der Voluntary Anti Doping Association (Vada) im Urin nachgewiesenen Anabolika Epitrenbolon und Drostanolon wurde die A-Probe des Blutes nicht untersucht. HGH seinerseits wird nicht über den Urin nachgewiesen. Daher widersprechen sich die beiden Befunde, anders als von Charr angenommen, nicht.

          Charr schrieb dennoch, er wolle nun „genau wissen, wie die Urinprobe verunreinigt werden konnte, während die Blutuntersuchung eindeutig einen Negativbefund zeigt“ und kündigte „weitere Maßnahmen“ an. Die Untersuchung der B-Probe des Blutes auf die im Urin nachgewiesenen anabolen Steroide dürfte Klarheit schaffen.

          Nach Bekanntwerden der positiven Trainingskontrolle am 20. September hatte sich der Koloss von Köln „total geschockt“ gezeigt und beteuert, „noch nie irgendwas genommen“ zu haben. Die am kommenden Samstag angesetzte WM-Titelverteidigung der WBA von Charr gegen Fres Oquendo aus Puerto Rico war daraufhin abgesagt worden. Der Fight sollte in Köln stattfinden.

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