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Ärger bei Ironman Hawaii : „Er war schon immer ein Penner“

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Alistair Brownlee (Bild) rempelte Sieger Jan Frodeno nach dem Rennen an. Bild: EPA

Ein Rennen über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen bringt die Teilnehmer an ihre Grenzen. Es ist ein langer Tag, an dem sehr viel passiert. Nicht selten wird es emotional.

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          Ein Rennen über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen bringt die Teilnehmer an ihre Grenzen – und darüber hinaus. Es ist ein langer Tag, an dem wahnsinnig viel passiert. Sei es bei den Profis oder den rund 2400 Altersklassenathleten.

          Der rempelnde „Penner“

          Jan Frodeno gab gerade eines seiner vielen Interviews, da wurde er von hinten angerempelt. Kurz wirkte der große Triumphator etwas irritiert, ehe er wahrnahm, wer in da leicht gestoßen hatte in der Interview-Zone: Alistair Brownlee. Der britische Hawaii-Debütant. Er galt als Siegkandidat, hielt auf dem Rad auch lange mit trotz eines Plattfußes, ehe er deutlich zurückfiel und als 21. mehr als eine halbe Stunde nach Frodeno ins Ziel kam, wo er sich aus lauter Frust zum unangebrachten Körperkontakt hinreißen ließ. „Er war schon immer ein Penner“, konterte Frodeno.

          Der tapfere Japaner

          Diesmal sollte es nicht sein. Mit 87 wagte Hiromu Inada wieder den Start auf Hawaii. Vor einem Jahr schaffte es der tapfere Japaner vor Ablauf der maximal 17 Stunden ins Ziel – nun aber hörte Inada die magischen vier Worte: „You are an Ironman“ nicht. Nach rund 150 Kilometern stieg Inada aus. Die Zeit lief nicht mehr weiter.

          Der Prototyp am Fuß

          Jan Frodeno trug ein ganz besonderes Paar Laufschuhe auf dem abschließenden Marathon. Eines, das noch gar nicht zu kaufen ist. Einen Prototyp, der gehütet wurde wie ein Schatz. Auf den Markt kommen soll der Schuh erst im kommenden Jahr vor den Olympischen Spielen in Tokio.

          Die geschlagenen Triathleten

          Ihr fünfter Titelgewinn in Serie schien nur noch eine Formsache. Doch es kam anders für die Schweizerin Daniela Ryf. Vor einem Jahr ließ sich die mittlerweile 32-Jährige nicht einmal von einer schmerzvollen Quallenattacken stoppen, diesmal spielte sie bei der Medaillenvergabe nicht mal im Ansatz eine Rolle. Platz 13, über eine halbe Stunde langsamer als die deutsche Siegerin Anne Haug. Eine Magenverstimmung, die sie sich in den Tagen vorher zugezogen hatte, ließ mehr nicht zu.

          Die Party an der Ziellinie

          Um Mitternacht herrschte einfach nur noch Partystimmung auf dem Ali’i Drive. Und mittendrin Jan Frodeno mit T-Shirt und blumiger Bermuda-Shorts und Anne Haug im Trägerhemd und Jeansrock. Sie empfingen die Letzten des 41. Ironman. Eine Ehrensache, eine Tradition. Und auch ein Moment großer Emotionen. Als ein Amerikaner mit zwei Beinprothesen und Armbehinderung mit letzter Kraft, aber überglücklich ins Ziel kam, klatschte auch Frodeno mit den Händen über dem Kopf und größtem Respekt. Und auch der Letzte, der 80 Jahre alte Al Tarkington, ebenfalls aus den Vereinigten Staaten, bekam den Finisher-Kranz aus den Händen des Champions.

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