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Interview mit William Finnegan : „Im Sommerurlaub am Atlantik lernst du nicht zu surfen“

Puerto Escondido in Mexiko gilt als eine der gefährlichsten Wellen der Welt: Finnegan war dort an Tagen wie diesen oft der mit Abstand Älteste im Wasser. Bild: Prisma Bildagentur

Was ist Surfen? Pulitzer-Preisträger William Finnegan über das Leben mit den Wellen, Alphamänner im Wasser – und warum Big-Wave-Rekorde blanker Unsinn sind.

          8 Min.

          Herr Finnegan, als Sie in den sechziger Jahren in Kalifornien anfingen zu surfen, galten Wellenreiter noch als Gauner, Gesetzlose, Rebellen. Wie haben Sie das zu spüren bekommen?

          Sebastian Eder

          Redakteur im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Die Polizei war uns gegenüber recht feindselig eingestellt. Es gab Orte an der Ostküste, aus denen Surfer komplett verbannt wurden. Das lag daran, dass viele junge Leute sich damals für das Surfen und gegen einen Job und ein respektables gesellschaftliches Leben entschieden hatten. „Bad Kids“, jugendliche Straftäter, die älter, aber nicht besser wurden. Deswegen war es für mich sehr seltsam, als ich in den Siebzigern zum ersten Mal in Australien war und gesehen habe, wie „mainstream“ Surfen dort war. Es gab Surfmannschaften in der Schule, jeder Ort hatte einen Surfclub, überall gab es kleine Wettkämpfe. Meine High School hätte uns eher ins Gefängnis gesperrt, als für uns einen Surfwettkampf zu organisieren.

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