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Leiter der Infektologie Halle : „50 Prozent Fans wären ein Riesending“

Ein Popkonzert als Test: Um die Wirksamkeit von Hygienekonzepten zu messen, hat Stefan Moritz in Leipzig verschiedene Szenarien durchgespielt. Bild: GORDON WELTERS/The New York Time

Mittelfristig könnte bis zur Hälfte einer Hallenkapazität wieder mit Sport-Zuschauern gefüllt werden. Das sagt Stefan Moritz, Leiter der Infektologie an der Universitätsklinik Halle an der Saale im F.A.Z.-Interview. Das belegten Daten seiner Studie.

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          Das Projekt Restart-19 entspringt einer Initiative von Karsten Günther, dem Geschäftsführer des Handball-Bundesligaklubs SC DHfK Leipzig. Vor einem halben Jahr trat Günther an Stefan Moritz heran, den Leiter der Infektiologie an der Universitätsklinik Halle an der Saale. Die Frage: Wie lassen sich unter Corona-Bedingungen Publikumsveranstaltungen in der Halle organisieren? Unter Moritz’ Leitung forschten knapp zwanzig Mitarbeiter an verschiedenen Teilprojekten, unter anderem einem Live-Experiment mit dem Sänger Tim Bendzko, zu dem im August 1400 Zuschauer in die Leipziger Arena kamen. Die Ergebnisse wurden in der vergangenen Woche vorgestellt, allerdings steht die wissenschaftliche Begutachtung im Peer-Review-Verfahren noch aus. Das Projekt wird mit rund 990.000 Euro von den Ländern Sachsen-Anhalt und Sachsen sowie aus Eigenmitteln der Universitätsmedizin Halle finanziert.

          Christian Kamp
          Sportredakteur.

          Die Ergebnisse Ihrer Studie Restart-19, die Sie in der vergangenen Woche vorgestellt haben, waren ein Mutmacher für die Veranstaltungsbranche: Zuschauerevents in der Halle wie Konzerte oder Sportereignisse seien auch in der Pandemie unter bestimmten Bedingungen möglich. Gelesen wurde sie aber auch anders: als Kontrapunkt zum Teil-Lockdown.

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