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Ineos will den Radsport ändern : Gegen die Allmacht der Tour de France

  • -Aktualisiert am

Zeit zum Formaufbau nach der Verletzung: Für Chris Froome bringt die Corona-Pause auch Vorteile. Bild: dpa

Ineos-Manager Brailsford geht auf Distanz zur Tour – und plädiert für ein neues Geschäftsmodell im Radsport. Seinem Topfahrer Chris Froome kommt die Zwangspause derweil entgegen.

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          Covid-19 sorgt auch in der Sportwelt für verblüffende Transformationen. Im Mai vergangenen Jahres wurde der Chemiekonzern Ineos, Geldgeber des gleichnamigen Radrennstalls, auf der britischen Insel noch als Fracking-Monster dargestellt. Kurz nach Beginn des Lockdowns in den meisten europäischen Ländern richtete das Unternehmen an Standorten in Großbritannien, Frankreich und Deutschland Produktionskapazitäten für Desinfektionsmittel ein und verteilt die Erzeugnisse nach eigenen Angaben kostenlos an Krankenhäuser. 90.000 Liter seien bereits ausgeliefert, sagte Unternehmenssprecher Richard Longden, 14.000 Liter davon in Deutschland. David Brailsford, umtriebiger Manager der Equipe, behauptete, dass in das Liefersystem auch Teamfahrzeuge eingebunden seien. Eine bemerkenswerte Wandlung im Fall Ineos.

          Der Lockdown brachte Brailsford auch sonst auf gewisse Gedanken. Zwar sieht er die Tour de France noch immer als das sportliche Hauptziel seines Teams. „Wir werden unsere Ressourcen bündeln. Die Top-Fahrer auf die verschiedenen Rennen zu verteilen verringert nur die Chancen“, sagte der Brite dem belgischen Sportkanal Sporza. An der Planung, mit Titelverteidiger Egan Bernal, dem Tour-Gewinner Geraint Thomas und dem sogar viermaligen Tour-Sieger Christopher Froome anzutreten, hält Brailsford deshalb fest. Sieben der letzten acht Frankreich-Rundfahrten hat seine Mannschaft gewonnen, erst als Team Sky, von 2019 an als Team Ineos.

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