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Webcam-Darts : Im virtuellen Pub durch die Corona-Krise

Bild: F.A.Z.

Morgens Australier, abends Engländer, nachts Amerikaner: In Zeiten der Pandemie treffen sich Dartsspieler im Internet und es fühlt sich an wie Seit an Seit am Board. Selbst Top-Spieler nutzen die Plattform für Trainingsspiele.

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          Sven-Oliver Beute wirft auf seine „Corona“. Das passt in diesen Zeiten der Pandemie. Die „Corona“ ist in seinem Fall eine Beleuchtungskonstruktion, die ein Dartshersteller vor einigen Jahren unter dem nun so negativ besetzten Namen auf den Markt gebracht hat. Wie eine Krone sitzt der LED-Ring auf dem Dartboard und sorgt für perfekte Ausleuchtung ohne störende Schatten. Die Corona trägt dazu bei, dass Beute ein wenig angenehmer durch die Zeit der Krise kommt. Trotz Kontaktbeschränkungen kann man ihm dabei zuschauen. „WebcamDarts.com“ macht es möglich. Das Internetportal ist seit einigen Tagen der angesagteste Treffpunkt für Dartsspieler aller Qualitätsstufen. Die Plattform führt ein Statistik-Tool und das Bild einer aufs Dartboard gerichteten  Webcam zusammen.

          So kann Beute die Scheibe im gegnerischen Wohnzimmer sehen und kontrollieren, ob ihm die richtige Punktausbeute mitgeteilt und via Statistiktool übermittelt wird, während er einen kleinen Ausschnitt seines Zuhauses in die Welt hinaussendet.  „Wichtiger aber noch ist für mich, dass ich die Pfeile beim Gegner höre. Dadurch kann ich in meinem Spielrhythmus bleiben und weiß, wann ich wieder dran bin“, sagt der 50 Jahre alte Dartsspieler vom Bundesligaklub Dartspub Walldorf. „Auf den Bildschirm schaue ich hingegen eigentlich kaum. Das würde mich zu sehr vom eigenen Spiel ablenken. Ich vertraue meinem Gegner, dass er die richtigen Angaben macht.“

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