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Eishockey : Höfner neuer DEB-Sportdirektor

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Entscheider: Franz Reindl räumt auf beim DEB Bild: dpa

Der neue DEB-Präsident Reindl kassiert auch letzte Personalentscheidungen seines umstrittenen Vorgängers Harnos. Wie angekündigt arbeitet Bundestrainer Cortina künftig nur noch als Coach. Neuer Sportdirektor wird ein alter Bekannter.

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          Wenige Tage nach seiner Wahl zum neuen Präsidenten des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) hat Franz Reindl erste Personalentscheidungen getroffen. Neuer Sportdirektor beim DEB wird Ex-Nationalspieler Ernst Höfner. Der 56-Jährige übernimmt den Posten von Pat Cortina, der sich künftig ganz auf seine Rolle als Bundestrainer konzentrieren soll. Das teilte der DEB am Freitag mit. Höfner war lange Assistenztrainer des Nationalteams und betreute auch die U 20-Auswahl des DEB.

          Reindl war bereits vor seiner Wahl ein großer Kritiker der Maßnahme, Cortina gleichzeitig als Bundestrainer und Sportdirektor arbeiten zu lassen. „Da muss es Veränderungen geben“, hatte Reindl zuletzt gesagt: „Die letzten zwei Jahre haben gezeigt, dass das nicht funktioniert und sich auch der Pat damit nicht so wohlfühlt.“ Unter Cortina hatte Deutschland 2013 erstmals überhaupt die Olympia-Qualifikation verspielt und bei der WM in diesem Jahr mit Platz 14 das schlechtestes Ergebnis seit 2009 erzielt.

          Der als bisheriger Technischer Direktor für die Nachwuchs- und Frauenteams zuständige Michael Pfuhl wird neuer Generalsekretär und damit Nachfolger von Reindl. Der neue DEB-Präsident war selbst bis 2011 Sportdirektor und bis Juni 2014 Generalsekretär beim DEB. Auf Druck der Proficlubs hatte sich Ex-Nationalspieler Reindl gegen den umstrittenen Vorgänger Uwe Harnos zur Wahl als DEB-Präsident gestellt und war am vergangenen Samstag auch gewählt worden. Harnos hatte seine Kandidatur aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen.

          Als erste Maßnahmen kassierte Reindl unter anderem auch kurz vor der Wahl von Harnos getroffene Entscheidungen. So muss der gerade erst eingestellte Geschäftsstellenleiter Sven Zywitza wieder gehen. Der Vertrag sei wegen „der aktuell angespannten finanziellen Situation einvernehmlich beendet“ worden. Neue Geschäftsführerin wird Gisela Knöferl, die die Aufgabe schon 2012 kommissarisch übernommen hatte.

          Als eine weitere Sofortmaßnahme soll eine unabhängige Wirtschaftsprüfer-Firma die Finanzsituation des klammen Verbandes untersuchen. Bei der Mitgliederversammlung hatte das alte Präsidium ein aktuelles jährliches Minus von rund 250 000 Euro offenbart. Fragen nach dem aktuellen Kassenstand beantworteten Harnos und seine Mitstreiter aber nicht. Die Mitglieder hatten dem alten Präsidium die Entlastung verweigert, weil nicht alle Zahlen vorlagen.

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