https://www.faz.net/-gtl-9k557

„Unwetter-Partie“ im Hockey : „Das ist lächerlich“

  • Aktualisiert am

Wohl derjenigen, die wetterfest ist: „Am Ende hatte es dann nicht mehr viel mit Hockey zu tun“ Bild: EPA

Deutschlands Hockey-Damen unterliegen Argentinien in der neuen Pro League im Shootout mit 3:4. Nationalspielerin Nike Lorenz erlebt das „komischste Spiel, das wir jemals gehabt haben.“

          Die deutschen Hockey-Frauen haben in der neuen Pro League in einem von Unwettern begleiteten Spiel den ebenfalls noch unbesiegten Argentinierinnen in Buenos Aires ein Unentschieden abgetrotzt, danach aber den Extra-Punkt im Shootout abgegeben. Die Mannschaft von Bundestrainer Xavier Reckinger musste sich in Buenos Aires Gastgeber Argentinien im Stechen mit 3:4 geschlagen geben. Nach regulärer Spielzeit hatte es 2:2 (0:1) gestanden. Die Partie musste in der zweiten Hälfte wegen Gewittern mehrfach unterbrochen werden.

          „Wir hatten in Argentinien schon große Einflüsse durch die äußeren Einflüsse erwartet, aber da mehr an die Fans gedacht und nicht an das Wetter. Das war schon eine besondere Erfahrung“, sagte Bundestrainer Reckinger. Seine Mannschaft steht mit fünf Punkten aus den ersten drei Auswärtsspielen auf dem sechsten Platz. Diese Bilanz sei „gut“, sagte Reckinger: „Damit können wir sehr zufrieden sein.“ Seine verjüngte Mannschaft hatte zuvor in Australien 2:2 gespielt, aber ebenfalls im Shootout (1:3) verloren und in Neuseeland (3:1) gewonnen.

          Die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) hatte das Spiel nach dem frühen Gegentreffer durch Delfina Merino (3.) zunächst gedreht. Nach Ecken waren jeweils Rebecca Grote (37.) und kurz darauf Janne Müller-Wieland (39.) erfolgreich. Rosario Luchetti (43.) rettete die Gastgeber in der Folge ebenfalls nach einer Ecke ins Shootout, das Argentinien bei schweren Platzverhältnissen für sich entschied. „Da müssen wir uns noch weiter verbessern“, analysierte Reckinger.

          „Unter solchen Bedingungen spielen zu müssen, das ist lächerlich“, sagte Torschützin Müller-Wieland. Ihre Teamkollegin Nike Lorenz erlebte das „komischste Spiel, das wir jemals gehabt haben. Am Ende hatte es dann nicht mehr viel mit Hockey zu tun.“

          Männerspiel ausgefallen

          Ohne gespielt zu haben, machten sich die deutschen Herren am Samstagnachmittag auf die Rückreise in die Heimat. Nach Mitteilung des Weltverbandes FIH sieht das Reglement im neuen Pro-League-Format vor, dass wegen äußerer Umstände nicht zu spielende Matches mit je einem Punkt pro Team gewertet werden. Zuvor hatte die DHB-Herren gegen Australien (2:4) verloren und gegen Neuseeland (3:1) gewonnen.

          In der Pro League messen sich die Topnationen in Hin- und Rückspielen in der ersten Jahreshälfte. Die besten vier Teams qualifizieren sich für das Grand Final Ende Juni im niederländischen Amstelveen und gleichzeitig direkt fürs Qualifikations-Event für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

          Weitere Themen

          Deutsche Damen folgen den Herren ins Halbfinale

          Hockey-EM : Deutsche Damen folgen den Herren ins Halbfinale

          Die deutschen Hockey-Damen haben sich das Leben selbst schwer gemacht. Aber nach dem Unentschieden gegen Irland stehen sie dennoch im Halbfinale der EM in Belgien. Die Männer müssen in der Runde der letzte vier gegen den Gastgeber spielen.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.