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Harting kritisiert Geipel : „Beleidigung meiner Arbeit“

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Diskuswerfer Robert Harting: Für ein Anti-Doping-Gesetz ausgesprochen Bild: dpa

Diskuswerfer Robert Harting wertet eine Äußerung der Anti-Doping-Aktivistin Ines Geipel, die die gesamte Sportart unter General-Dopingverdacht gestellt hat als „massive Beleidigung“ seiner Arbeit.

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          Diskuswerfer Robert Harting hat mit Empörung auf eine Äußerung der Anti-Doping-Aktivistin Ines Geipel reagiert. „Das ist eine massive Beleidigung meiner Arbeit und nicht objektiv. Man kann als Doping-Opfer nicht andere Athleten beleidigen“, sagte der Olympiasieger und zweifache Weltmeister an diesem Dienstag im Bundesleistungszentrum Kienbaum, wo er sich auf die Leichtathletik-WM in Moskau (10. bis 18. August) vorbereitet.

          Die frühere DDR-Sprinterin und Vorsitzende des Dopingopfer Hilfevereins DOH hatte in einem Interview des Fachmagazins „Leichtathletik“ laut Harting die gesamte Sportart unter einen General-Dopingverdacht gestellt. Geipel hatte auf die Frage nach Anzeichen für Doping in bestimmten Disziplingruppen unter anderem gesagt: „Die deutsche Leichtathletik hat ja auch einiges an Bemerkenswertem zu bieten.“ Harting hatte diese Interview-Passage auf seine Facebook-Seite gestellt und kommentiert: „Das geht gar nicht.“ Die Aussage Geipels mache ihn traurig.

          „Ich würde so ein Gesetz begrüßen“

          Im Zusammenhang mit der am Montag veröffentlichten brisanten Studie und der dunklen Dopingvergangenheit der Bundesrepublik sprach sich Harting für ein Anti-Doping-Gesetz aus. „Ich würde so ein Gesetz begrüßen“, sagte der Sportler des Jahres 2012, betonte jedoch auch, dass die Nationale Antidoping Agentur Nada gewisse Erfolge im Kampf gegen Leistungs-Manipulation stärker betonen sollte. „Ich vermisse die deutliche Positionierung der Nada. Immerhin gab es in den vergangenen zwei Jahren 5000 Kontrollen, und 97 Prozent der Proben waren negativ.“

          Den Diskuswerfer stört das negative Bild, das durch die Dopingstudie gezeichnet werde. „Die Geschichte lässt sich nicht kopieren und auf heute anwenden. Das hemmt die Euphorie der Kinder, Sport zu treiben“, bemerkte Harting, fügte aber hinzu: „Gleichwohl muss die Vergangenheit aufgearbeitet werden.“

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