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Handballtrainer Gislason : Von Arbeitsagentur „nicht vermittelbar“

  • Aktualisiert am

Handballtrainer Gislason: Umschulung zum Brennmeister? Bild: dpa

Wegen seines Abschieds vom THW Kiel und der Handball-Bundesliga hat sich Trainer Gislason pflichtschuldig bei der Arbeitsagentur gemeldet. Doch die konnte mit dem 59-Jährigen nichts anfangen.

          Nach elf Jahren beim THW Kiel und 22 Jahren in der Handball-Bundesliga gilt Alfred Gislason auf dem Arbeitsmarkt als nicht vermittelbar. Diese Anekdote erzählte der langjährige Trainer des Handball-Rekordmeisters THW Kiel in einem Interview mit den Kieler Nachrichten. „Ich musste mich ja arbeitslos melden, drei Monate vor Vertragsende“, sagte der 59-jährige Isländer, der sich zum 30. Juni nach 20 Titeln von den „Zebras“ verabschiedet.

          Das habe er auch getan und prompt einen Terminvorschlag erhalten: Montag, 14 Uhr, nach dem Final Four in Hamburg. Zu dem Termin sei es dann aber nicht gekommen. Eine Mitarbeiterin der Arbeitsagentur habe ihn angerufen und mitgeteilt: „Wir können nichts für Sie tun. Sie sind nicht vermittelbar. Wenn Sie aber einen Beratungstermin wahrnehmen wollen, können Sie gerne vorbeikommen.“

          Auf den nächsten Kontakt mit der Agentur freut sich Gislason schon. Seinen Lebensmittelpunkt hat der verheiratete Vater dreier Kinder in die Nähe von Magdeburg verlegt, wo er bereits von 1999 bis 2006 erfolgreich als Trainer arbeitete: „Weil ich ja umziehe, muss ich mich ab 1. Juli in Magdeburg arbeitslos melden. Jetzt überlege ich, dort zum Arbeitsamt zu gehen und mich zum Brennmeister fortbilden zu lassen. Das wäre witzig.“

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