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Handball-WM : DHB-Team besiegt Brasilien 30:23

  • Aktualisiert am

Augen zu und durch: Christian Zeitz Bild: dpa/dpaweb

Gegen den vermeintlichen Aufbaugegner Brasilien haben die deutschen Handballer bei der WM in Tunesien nur mit Mühe und Not eine Blamage verhindert. Sie zitterten sich zu einem 30:23 (17:11)-Erfolg.

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          Nach dem Schock über das WM-Aus von Pascal Hens haben die deutschen Handballer gegen den vermeintlichen Aufbaugegner Brasilien nur mit Mühe und Not eine Blamage verhindert. Ohne den wegen einer Wadenverletzung ausgeschiedenen Hamburger Torjäger zitterte sich die junge deutsche Mannschaft am Montag in Sousse gegen die Südamerikaner zu einem 30:23 (17:11)-Erfolg.

          Einen Tag nach dem 28:25 zum Auftakt der Weltmeisterschaft in Tunesein gegen Ägypten feierte der umformierte Europameister damit seinen zweiten Sieg in der Vorrundengruppe D und ist damit dem Erreichen der Hauptrunde einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Nach einem Ruhetag ist am Mittwoch mit Katar abermals ein Außenseiter der dritte Kontrahent.

          Der Favorit kam nur langsam in Fahrt

          Mit dem Schwung aus dem Auftakterfolg knüpfte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) vor rund 2500 Zuschauern in der Olympia-Halle an die Leistung vom Vortag an, konnte aber nur phasenweise überzeugen. Bester deutscher Werfer war Kapitän Florian Kehrmann (Lemgo/7).

          Hens war wegen seines am Vortag im Ägypten-Spiel erlittenen Muskelfaserrisses und der erzwungenen Abreise am Dienstagmittag so niedergeschlagen, daß er zum Spiel gegen Brasilien nicht einmal in die Halle kam, um seinen Mitspieler anzufeuern. Denn zumindest in der Anfangsphase hätten sie die moralische Unterstützung gebrauchen können. Bis zum 7:5 (10. Minute) tat sich die deutsche Mannschaft gegen die quirligen Südamerikaner schwer und kam nur langsam in Fahrt.

          Die zweite Halbzeit für die Jüngsten

          Doch binnen acht Minuten demonstrierte der Olympia-Zweite seine Überlegenheit. Dank einer beweglichen und aufmerksamen Abwehr erkämpfte sich der Europameister Bälle, die vor allen Dingen Kehrmann zu Kontertoren nutzte. Die DHB- Auswahl setzte sich so auf 14:6 (18.) ab.

          Im zweiten Durchgang setzte Brand überwiegend seine jüngsten Spieler ein, die den Vorsprung trotz zahlreicher leichter Fehler auf 21:12 (38.) ausbauten. Doch danach spielten sie kopflos und überhastet. Der fest eingeplante und fast schon gesicherten Sieg geriet ins Wanken, als Brasilien auf 19:22 (50.) verkürzte.

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