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Handball-Nordderby : Flensburg wirft Kiel aus dem Pokal

  • Aktualisiert am

Flensburg und Holger Glandorf (Mitte) fliegen ins Pokal-Halbfinale. Bild: dpa

Das Duell im Norden ist eine klare Sache: Flensburg zieht mit einem Sieg beim großen Rivalen in Kiel ins Halbfinale des Handball-Pokals ein. Eine kuriose Szene liefert THW-Spieler Dominik Klein.

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          Die SG Flensburg-Handewitt steht im Finalturnier um den deutschen Handball-Pokal. Der Titelverteidiger gewann am Mittwoch das Viertelfinale beim großen Nordrivalen THW Kiel mit 34:27 (18:15). Beste Werfer in der mit 10.285 Zuschauern ausverkauften Sparkassen-Arena waren die Flensburger Holger Glandorf und Lasse Svan (je 9) sowie Domagoj Duvnjak (7) für den THW. Der Rekord-Pokalsieger aus Kiel verpasste somit zum dritten Mal nacheinander den Einzug in das Halbfinale.

          Die Flensburger erwischten den besseren Start in die Partie, lagen in der 16. Minute mit 10:7 vorne. THW-Coach Alfred Gislason reagierte und brachte nach der Auszeit Geburtstagskind Dominik Klein. Der Linksaußen steuerte an seinem 32. Geburtstag zwei Tore zum zwischenzeitlichen 12:12 (22.) bei, war aber auch an der kuriosesten Szene der Partie beteiligt.

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          Bei einem THW-Gegenstoß hatte Flensburgs Keeper Mattias Andersson seinen Torraum verlassen. Um eine Rote Karte zu vermeiden lief er an Klein vorbei, der aber nur den Pfosten und nicht das leere Tor traf. Den Abpraller verwandelte Niclas Ekberg zum 13:15 (28.).

          Kiel und Dominik Klein muss eine bittere Niederlage hinnehmen.
          Kiel und Dominik Klein muss eine bittere Niederlage hinnehmen. : Bild: dpa

          Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte Gislason Ersatzschlussmann Nikolas Katsigiannis für Niklas Landin. In Überzahl erhöhte jedoch Glandorf auf 22:17 für die Flensburger (35.). Als Andersson beim 30:25 (55.) einen Siebenmeter des Kielers Marko Vujin hielt, war die Entscheidung gefallen. Auch Bundesliga-Primus Rhein-Neckar-Löwen ist beim Finalturnier in Hamburg dabei, ebenso der SC Magdeburg und der Bergische HC.

          Bundesliga-Tabellenführer Rhein-Neckar-Löwen bezwang die MT Melsungen mit viel Glück 22:21 (15:11). In einer dramatischen Begegnung brauchten die Löwen vor 2140 Zuschauern eine Anlaufphase, gingen dann aber mit einer Vier-Tore-Führung in die Pause. Die Gäste aus Hessen kämpften sich zurück und durften bis zur Schlusssekunde auf die Verlängerung hoffen. Nationalspieler Uwe Gensheimer verwandelte einen Siebenmeter aber zum glücklichen Sieg für die Mannheimer.

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          Im ersten Spiel unter dem neuen Trainerduo Bennet Wiegert und Tomas Svensson erzielten Robert Weber (10/6), Jacob Bagersted (5) und Nemanja Zelenovic (4) die meisten Tore für die Magdeburger gegen Göppingen.

          Ergebnisse des DHB-Pokal-Viertelfinals:

          THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt 27:34 (15:18)
          SC Magdeburg - Frisch Auf Göppingen 29:25 (15:13)
          Rhein-Neckar Löwen - MT Melsungen 22:21 (15:11)
          Bergischer HC - GWD Minden 24:23 (13:14)

          Sieger im Final Four 30. April/1. Mai in Hamburg

           

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