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Handball-Supercup : Rhein-Neckar Löwen holen sich gegen Flensburg den Pokal

  • Aktualisiert am

Starkes Spiel vom Mannheimer Mensah Larsen (Mitte) Bild: dpa

Das war deutlich: Mit 33:26 gewinnen die Rhein-Neckar Löwen den Supercup. Meister Flensburg-Handewitt geht in der Schlussphase die Luft aus. Doch Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen warnt: „Wir haben noch viel Arbeit vor uns!“

          Gelungene Ouvertüre und willkommener Mutmacher – die Rhein-Neckar Löwen haben den ersten Titel der neuen Handball-Saison gewonnen. Im Spiel um den Supercup setzte sich der Pokalsieger mit 33:26 (18:16) gegen den Meister SG Flensburg-Handewitt durch. Mit dem Titelhattrick nahm das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen wenige Tage vor dem Liga-Start Revanche an dem Nord-Rivalen, der auf der Zielgeraden der vergangenen Spielzeit noch vorbeigezogen war. Vor 8078 Zuschauern am Mittwochabend im Düsseldorfer ISS Dome erzielte Andy Schmid (10/1) die meisten Treffer der Mannheimer. Der erfolgreichste Schütze der Flensburger war Anders Zachariassen (6).

          „Heute haben wir uns in der zweiten Halbzeit besonders in der Deckung gesteigert“, lobte Jacobsen seine Männer. „Und über die gesamten 60 Minuten haben wir ein gutes Angriffsspiel gezeigt.“ Sein Flensburger Trainerkollege Maik Machulla sprach vor allem dem „Man of the Match“ ein dickes Lob aus aus: „Was Andy in der zweiten Halbzeit gespielt hat, ist einfach überragend. Insgesamt geht der Sieg der Löwen absolut in Ordnung.“

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          Für die Rhein-Neckar Löwen war es der insgesamt dritte Triumph in Serie in dem seit 1994 ausgetragenen Wettbewerb und zudem ein positives Signal für den an diesem Wochenende anstehenden Saisonauftakt. Dagegen könnte der traditionelle Saison-Opener für die Flensburger ein erster Fingerzeig gewesen sein, wie schwer der Neuaufbau nach dem Abgang zahlreicher Leistungsträger und die Integration von sechs Neuzugängen wird. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns!“, bilanzierte Jacobsen. „Es wird noch dauern – auch wenn das viele nicht glauben.“

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          Von noch fehlender Abstimmung im neuformierten Flensburger Team war jedoch zumindest zu Spielbeginn wenig zu spüren. Zwar lagen die Rhein-Neckar Löwen schon früh mehrfach mit zwei Toren vorn, konnten sich aber nicht absetzen. Selbst die Kreativität und Übersicht von Löwen-Spielmacher Schmid brachte die SG-Abwehr anfänglich nur selten wirklich ins Wanken. Doch nachlassende Effektivität im eigenen Angriff und die Treffsicherheit des Mannheimers Alexander Petersson sorgten Ende der 1. Halbzeit dann doch dafür, dass der Meister mit einem 16:18-Rückstand in die Pause ging.

          Dieser Zwischenspurt schien die Löwen zu beflügeln. Schon kurz nach Wiederbeginn bauten sie ihren Führung auf 21:16 aus. Von einer Vorentscheidung konnte dennoch keine Rede sein. Mit großem Engagement kämpfte sich Flensburg-Handewitt zurück ins Spiel. Angetrieben vom starken Schmid zog der Pokalsieger aber am Ende auf und davon.

          Lange Zeit zum Feiern bleibt den Rhein-Neckar Löwen nicht. Bereits am Sonntag steht der Saisonstart gegen den TBV Lemgo an. Noch kürzer ist die Pause für die Flensburger: Sie treten am Samstag in Minden an.

          Für die Veranstalter machte sich der Umzug von Stuttgart nach Düsseldorf bezahlt. Bei der Premiere in der NRW-Landeshauptstadt waren aufgrund der höheren Hallenkapazität mehr Zuschauer dabei. Das Supercup-Finale soll auch in den kommenden zwei Jahren in Düsseldorf stattfinden.

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