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Handball-Pokal : Der Titelverteidiger ist ausgeschieden

  • Aktualisiert am

Das Spitzenspiel des Achtelfinales: THW Kiel empfängt die Rhein-Neckar Löwen Bild: dpa

Während die SG Flensburg-Handewitt hauchdünn an einer Pokal-Blamage vorbei kommt, scheitert der Nordrivale THW Kiel überraschend in eigener Halle.

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          Das Final-Turnier um den deutschen Handball-Pokal wird ohne den Titelverteidiger stattfinden. Der THW Kiel verlor am Mittwochabend das Achtelfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen vor heimischem Publikum überraschend mit 30:32 (14:16). Es war nach 23 Jahren die erste Heimniederlage der „Zebras“ im DHB-Pokal. Zuletzt hatte Kiel im November 1990 mit 15:25 gegen TuSEM Essen verloren.

          In einer sehr emotional geführten Partie hatte der Bundesliga-Vierte aus Mannheim schneller ins Spiel gefunden. Mit sehr viel Geduld spulten die Löwen ihre Angriffe ab. Der gastgebende Tabellen-Zweite spielte dagegen zu ungeduldig. „Der Sieg der Löwen ist absolut verdient“, sagte THW-Trainer Alfred Gislason nach dem Spiel. „Sie waren besser als wir. Im Angriff und in der Abwehr.“

          Eine ganz starke Leistung zeigte Gäste-Torhüter Niklas Landin, der besser hielt als seine Kieler Gegenüber Andreas Palicka und Johan Sjöstrand. Kiels Aufholjagd in der zweiten Halbzeit kam zu spät. Beste Werfer des Abends waren mit jeweils acht Treffern der Kieler Aron Palmarsson sowie Alexander Petersson für die Gäste, die ihren Pokal-Coup entsprechend feierten.

          Lemgo souverän

          Der TBV Lemgo hatte zuvor souverän das Viertelfinale des DHB-Pokals erreicht. Das Team von Trainer Niels Pfannenschmidt gewann am Mittwochabend das Ostwestfalenderby beim Liga-Rivalen TuS N-Lübbecke klar mit 33:24 (18:14).

          Den Grundstein für das Weiterkommen legte der dreimalige Pokalsieger bereits in der ersten Viertelstunde mit einer 10:6-Führung. Diesen Vorsprung bauten die Gäste bis zur 55. Minute auf 28:21 aus. Lemgos beste Werfer waren Timm Schneider (7) und Rolf Hermann (6).

          Bundesliga-Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt hat sich in die Pokalpartie beim EHV Aue beinahe blamiert. Der Tabellen-Zwölfte der zweiten Liga führte kurz nach der Pause schon mit vier Toren Vorsprung (20:16), ehe sich das Team von Trainer Vranjes doch noch zu einem 27:26 (16:19)-Sieg in Sachsen mühte. Erst eine Minute vor dem Ende gelang Thomas Mogensen der entscheidende Treffer zum 27:25.

          Sogar die Verlängerung benötigte Frisch Auf Göppingen, um beim Zweitligisten TV Bittenfeld mit 39:36 zu gewinnen. Nach 60 Minuten hatte es 31:31 gestanden.

          Handball-Pokal, Achtelfinale

          TuS N-Lübbecke - TBV Lemgo 24:33 (14:18)
          EHV Aue - SG Flensburg-Handewitt 26:27 (19:16)
          HSG Wetzlar - HBW Balingen-Weilstetten 33:29 (16:11)
          Eintracht Hildesheim - Füchse Berlin 28:35 (14:16)
          VfL Bad Schwartau - SG Leutershausen 28:19 (15:7)
          HC Erlangen - MT Melsungen 24:33 (12:17)
          TV Bittenfeld - Frisch Auf Göppingen 36:39 n.V. (31:31,14:18)
          THW Kiel  - Rhein-Neckar Löwen 30:32 (14:16)

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