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Handball-Länderspiele : Männer schüren EM-Hoffnungen, Frauen nur remis

  • Aktualisiert am

Daumen hoch: Handball-Nationaltrainer Christian Prokop Bild: dpa

Die deutschen Handball-Männer zeigen in Kroatien ein starkes Testspiel. Vor allem die Außenbahnspieler überzeugen. Den Frauen indes kosten 15 torlose Minuten den Sieg.

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          EM-Prüfung bestanden, Selbstvertrauen getankt: Die deutschen Handballer haben ihr erstes von zwei Testspielen gegen Kroatien gewonnen. Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop besiegte den zweimaligen Olympiasieger in Zagreb 26:25 (13:12) und schürt damit Hoffnungen auf eine erfolgreiche Europameisterschaft im Januar.

          „Ein höherer Sieg war durchaus drin“, sagte Prokop: „Das Schöne ist, dass wir gewonnen haben und mit dem Druck klar gekommen sind. Deswegen hat sich das Spiel für uns voll gelohnt.“ Kapitän Uwe Gensheimer sah eine „sehr gute Deckungsleistung. Vorne haben wir in der ersten Halbzeit noch ein paar Chancen zu viel liegen gelassen, das haben wir in der zweiten Hälfte aber besser gemacht.“

          78 Tage vor dem EM-Auftakt gegen die Niederlande zeigte der WM-Vierte eine ansprechende Leistung und hatte in Rechtsaußen Tobias Reichmann (fünf Tore) seinen besten Werfer. Gensheimer und Rückkehrer Julius Kühn trafen je vier Mal. „Das gibt uns Rückenwind“, sagte Reichmann und sprach von „einer kleinen Standortbestimmung, wo wir momentan stehen und es hoffentlich bei der EM hingehen kann“. Am Samstag trifft das DHB-Team im Rahmen des Tag des Handballs in Hannover abermals auf den WM-Sechsten Kroatien.

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          „Diese Spiele sind seit langem mal wieder richtige Gradmesser-Spiele“, hatte Coach Prokop vor der Partie gesagt – und sollte Recht behalten. Beide Teams spielten stark auf, die Führung wechselte ständig. In der zweiten Hälfte lag das deutsche Team schon 21:16 (43.) vorn, doch Kroatien ließ sich nicht abschütteln und sorgte mit sechs Treffern hintereinander für eine spannende Schlussphase.

          Pluspunkte bei Prokop, der viel durchwechselte, sammelten neben dem agilen Reichmann auch Rückkehrer Kühn und Youngster Franz Semper. Kühn deutete bei seinem Comeback nach einem Jahr ohne Länderspiel mit seinem druckvollen Spiel aus der zweiten Reihe an, wie wertvoll er im Januar werden könnte. Semper spielte zu Beginn der zweiten Hälfte frech auf.

          Keeper Dario Quenstedt, der den Vorzug vor dem nicht berücksichtigten Silvio Heinevetter erhielt, konnte dem deutschen Spiel dagegen noch nicht seinen Stempel aufdrücken. Der Kieler durfte in der zweiten Halbzeit für Stammkeeper Andreas Wolff ran, bei ihm wechselten Licht und Schatten.

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          Die deutschen Frauen kassierten auf dem Weg zu ihrer WM unterdessen einen Dämpfer. 38 Tage vor dem Turnierstart kam die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener gegen die international zweitklassigen Kroatinnen nicht über ein 21:21 (12:11) hinaus und hat mit Blick auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in Japan (30. November bis 16. Dezember) noch viel Luft nach oben.

          „In der Abwehr müssen wir noch einen Riesenschritt nach vorne machen. Und im Angriff sind 21 Tore definitiv zu wenig. In Summe war das nicht zufriedenstellend“, sagte die mit fünf Treffern beste deutsche Werferin Emily Bölk: „Ich bin ganz schön enttäuscht, weil wir es uns anders vorgestellt haben.“ Vor allem im Angriff lief es nicht rund. Eine Viertelstunde vor dem Ende führte das deutsche Team schon 21:17, ehe 15 torlose Minuten den Sieg kosteten. Am Samstag haben Bölk und Co. die Chance, es besser zu machen.

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