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Handball-Legende : Erhard Wunderlich ist tot

  • Aktualisiert am

Erhard Wunderlich: 1956-2012 Bild: dpa

Der frühere deutsche Handball-Nationalspieler Erhard Wunderlich ist tot. Wunderlich war 1978 Weltmeister und gewann mit dem VfL Gummersbach alle Titel, die es zu gewinnen gab.

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          Der frühere deutsche Handball-Nationalspieler Erhard Wunderlich ist tot. Das bestätigte der ehemalige Bundestrainer Heiner Brand am Donnerstagabend der Nachrichtenagentur dpa. „Ich bin sehr betroffen“, sagte Brand.

          Wunderlich wurde 55 Jahre alt. Er hinterlässt seine zweite Ehefrau Pia sowie zwei Kinder aus erster Ehe. In den vergangenen zwei Tagen kämpfte Wunderlich um sein Leben, verlor aber gegen den Hautkrebs. Auch eine Operation, um einen Tumor zu entfernen, half ihm nicht mehr. In einem Kölner Krankenhaus erlag er am Donnerstagmorgen seinem Krebsleiden. Beerdigt wird der einstige Handball-Star in seiner Heimat Augsburg.

          Gemeinsam mit Brand gewann der 140-malige Nationalspieler 1978 den WM-Titel. 1999 wurde Wunderlich zum „Handballer des Jahrhunderts“ in Deutschland gewählt. Zu den größten Erfolgen des 2,04 Meter großen Rückraumspielers zählten neben dem Sieg bei der Weltmeisterschaft 1978 die olympische Silbermedaille 1984, vier Europapokalsiege, die Europameisterschaft für Vereinsmannschaften, zwei deutsche Meistertitel und vier deutsche Pokalsiege. Alle seine großen nationalen und internationalen Titel gewann der „Sepp“ genannte gebürtige Augsburger mit dem VfL Gummersbach.

          Deutschlands Handballspieler des Jahrhunderts: Erhard Wunderlich (r.)

          In Augsburg spielte er bis 1976 und wurde dann bei einem Freundschaftsspiel gegen Gummersbach von dessen Manager Eugen Haas entdeckt und sofort für die Oberbergischen verpflichtet. Die weiteren Stationen nach Gummersbach hießen CF Barcelona und TSV Milbertshofen. In den Jahren 1981 und 1982 wurde er in Deutschland zum Handballer des Jahres gewählt. Mit nur 21 Jahren hatte er bei der WM 1978 großen Anteil am Titelgewinn. 1978, 83 und 84 erhielt er das „Silberne Lorbeerblatt“, die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland.

          „Ich bin schockiert und tief betroffen. Das ist eine Katastrophe“, sagte der damalige Bundestrainer Vlado Stenzel. „Für mich war Erhard einer der großen Handballstars der Welt.“

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