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Handball : Kiel kassiert erste Saisonniederlage

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Neue Lage in Kiel: Nikola Karabatic Bild: imago sportfotodienst

Begleitet von neu auflodernden Manipulations-Gerüchten hat der THW Kiel mit 33:35 in der Champions League bei Ciudad Real seine erste Saison-Niederlage erlitten. Kiels Manager Schwenker hatte zuvor die „bösartigen Gerüchte“ zurückgewiesen und juristische Schritte angekündigt.

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          Begleitet von wieder auflodernden Manipulations- Gerüchten hat der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel seine erste Saison-Niederlage erlitten (siehe: Kieler Affäre: Unregelmäßigkeiten bei mindestens zehn Spielen). Das 33:35 in der Champions League am Samstagabend bei Ciudad Real bleibt für den Bundesliga-Ersten jedoch ohne Folgen: Wegen der besseren Tordifferenz im Vergleich zu den Spaniern zog der THW Kiel als Gruppensieger ins Viertelfinale ein und erwartet bei der Auslosung an diesem Montag (18.30 Uhr) in Wien einen Gruppenzweiten.

          „Das war ein starkes Spiel unserer dezimierten Mannschaft. Hut ab vor dieser Leistung“, sagte Kiels Manager Uwe Schwenker. Er hatte zuvor neue Details in der angeblichen Manipulationsaffäre als „bösartige Gerüchte“ zurückgewiesen und juristische Schritte angekündigt. Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner neuesten Ausgabe berichtet, sollen bei mindestens zehn THW-Spielen in der Champions League Schiedsrichter bestochen worden sein.

          Zudem soll der ehemalige Kieler Trainer Zvonimir Serdarusic bei einem früheren Treffen mit Vertretern des Liga-Konkurrenten Rhein-Neckar Löwen Belege und Kontoauszüge aus der Zeit vor dem Champions-League-Finale 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt präsentiert haben. Die Rede ist von 96.000 Euro, die für das Finale gezahlt worden sein sollen.

          HSV Hamburg ist erster Verfolger der Kieler

          Unterdessen ist der HSV Hamburg in der Bundesliga erster Verfolger der Kieler. Der Champions-League-Viertelfinalist verdrängte dank eines mühevollen 31:26-Erfolges gegen den TV Großwallstadt den punktgleichen TBV Lemgo aufgrund der besseren Tordifferenz von Platz zwei. Zugleich feierte das Team von Trainer Martin Schwalb eine gelungene Generalprobe für das DHB-Pokal-Viertelfinale am Mittwoch gegen GWD Minden sowie das Spitzenspiel am Samstag gegen Tabellenführer Kiel. „Jetzt kommen die Spiele, die noch mehr Spaß machen. Am Mittwoch wollen wir erst einmal in das Final Four einziehen“, sagte der Däne Hans Lindberg, mit zwölf Toren bester Werfer (siehe: Handball: Ergebnisse und Tabellen).

          Minden hingegen verlor vor heimischer Kulisse gegen MT Melsungen mit 29:32. HBW Balingen-Weilstetten und Frisch Auf Göppingen kamen indes zu Kantersiegen. Die Balinger deklassierten den designierten Absteiger Stralsunder HV mit 39:19, Göppingen distanzierte Zwangsabsteiger TuSEM Essen mit 43:17.

          Sebastian Faißt in Alpirsbach beigesetzt

          Der TBV Lemgo hatte sein Spiel gegen den TSV Dormagen wegen der Beerdigung des am vorigen Dienstag gestorbenen Junioren- Nationalspielers Sebastian Faißt abgesagt. Wegen des tragischen Todes von Faißt beim Junioren-Länderspiel gegen die Schweiz begannen alle Bundesliga-Spiele mit einer Gedenkminute. Außerdem trugen alle Spieler im Gedenken an den Dormagener, der am Samstag 21 Jahre alt geworden wäre, einen Trauerflor.

          Faißt wurde unter großer Anteilnahme in Alpirsbach beigesetzt. Neben den Spielern aus Dormagen und der Junioren-Auswahl nahmen Wolfgang Gremmel, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB), und Bundestrainer Heiner Brand an der Beerdigung teil. „Diese Beisetzung hat mich tief bewegt, auch weil so viele junge Leute hier ihre Anteilnahme bezeugten“, sagte Brand.

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