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Handball : Keine Tragödie in Drama

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Geschafft: Die deutsche Mannschaft mit Heinevetter (l.) und Roggisch ist für die WM qualifiziert Bild: ddp

Der Austragungsort des WM-Qualifikationsspiels ließ böses erahnen. Aber die deutschen Handball haben die Prüfung von Drama bestanden. Nach dem Sieg im Relegationsspiel gegen Griechenland ist der ehemalige Weltmeister fürs Finalturnier qualifiziert.

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          Die deutschen Handballer haben im Hexenkessel von Drama kühlen Kopf bewahrt und sich für die Weltmeisterschaft 2011 in Schweden qualifiziert. Die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand kam auch ohne Kapitän Pascal Hens im Play-off-Rückspiel zu einem 27:20 (10:10)-Erfolg und löste nach dem 25:20-Hinspielsieg zum siebten Mal in Folge das WM-Ticket. Lars Kaufmann war beim neunten Sieg im neunten Vergleich gegen die Griechen mit sechs Toren vor 1800 Zuschauern in der eigentlich nur 1600 fassenden Halle bester Werfer der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB). Die Gruppenauslosung für die WM im Januar findet am 9. Juli in Göteborg statt.

          In der hitzigen Atmosphäre erwischte der Weltmeister von 2007 den besseren Start. Dominik Klein von Champions-League-Sieger THW Kiel warf in der Anfangsphase eine 4:2-Führung heraus. Doch nach einer Viertelstunde kam ein Bruch ins Spiel der Gäste. Technische Fehler im Angriff führten zu Ballverlusten und Gegentreffern. Angetrieben von den heißblütigen Fans kamen die mit sechs Bundesliga-Legionären angetretenen Gastgeber besser ins Spiel und gingen 8:6 in Führung.

          Ausgleich kurz vor der Pause

          Immerhin war auf den Göppinger Kaufmann und Torhüter Silvio Heinevetter von den Füchsen Berlin in dieser schwierigen Phase Verlass. Dank vier Treffern von Kaufmann in Folge blieb die DHB-Auswahl dran und kam durch einen von Spielmacher Michael Kraus verwandelten Siebenmeter kurz vor der Pause zum Ausgleich. Heinevetter kam bis zur Halbzeit auf neun Paraden und machte damit die neun Ballverluste seiner Teamkollegen in der Offensive in den ersten 30 Minuten wett.

          Der Hamburger Hens hatte die Reise nach Griechenland gar nicht erst angetreten, da seine Frau Angela das erste Kind erwartet. „Es hätte auch keinen Sinn gemacht, Pacal am frühen Sonntagmorgen in Gang zu setzen und nach den ganzen Reisestrapazen in ein so wichtiges Spiel zu schicken“, meinte Brand, dessen Team zuletzt 1997 eine WM-Qualifikation verpasst hatte.

          Auch nach dem Wechsel tat sich der EM-Zehnte zunächst schwer. Der im Hinspiel noch überragende Holger Glandorf kam im Rückraum überhaupt nicht ins Spiel und erzielte sein erstes Tor erst in der 53. Minute. Auch Kraus und Michael Haaß hatten lange Zeit große Mühe, das Angriffsspiel zu lenken. Immerhin stand die deutsche Abwehr kompakt und Heinevetter hielt weiter stark. Die Führung wechselte nun ständig, kein Team setzte sich ab. Ab der 45. Minute wurden die Gäste aber auch im Angriff sicherer und zogen langsam davon.

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