https://www.faz.net/-gtl-7ikn9

Handball-Glosse : Deutsches Wunder

Glücklich und satt in Spanien: Der deutsche Torhüter Felix Schmidl Bild: dpa

Wer im Handball was kann, geht nach Deutschland. In die Bundesliga. Felix Schmidl hat einen anderen Weg gewählt. Der Torwart ging von Deutschland nach Spanien. Es ging gut. Und er lässt es sich dort gut gehen.

          Spanien, gelobtes Handball-Land – längst Geschichte. Seltsam eigentlich, da man doch noch „wer“ ist, Weltmeister nämlich. Andererseits aber: eine wirtschaftlich ramponierte Liga, mit nur noch einem Vorzeigeklub, dem FC Barcelona.

          Wer kann, geht, nach Deutschland zum Beispiel. Felix Schmidl hat, ganz mutig, einen anderen Weg gewählt. Von Deutschland nach Spanien, zu einem Verein namens Frigorificos Morrazo Cangas. Klingt nicht nach großer Welt, macht aber nichts. Für den Handball-Torhüter Schmidl – vormals TV Bittenfeld, zweite Liga, danach vertragslos – lohnte sich das Risiko offenbar. Sein Team ist derzeit Vierter in Liga eins, Schmidl pariert prächtig.

          So lässt sich’s aushalten

          Und schon ist er „das deutsche Wunder“, zumindest für die Zeitung „La Voz de Galicia“. Schmidls Gehalt soll nicht allzu hoch sein, darben muss der Deutsche dennoch nicht: Wohnung in Strandnähe, gute spanische Kost. Der Torwart darf zweimal täglich in einem Restaurant einkehren, das ist angeblich schriftlich fixiert. Und gesund. Fisch, Gemüse, Salat: Das würde er sich selbst gar nicht zubereiten, sagt Schmidl.

          So lässt sich’s aushalten, fern der Heimat, man muss es nur wagen. Und flexibel bleiben. „Wenn was schief läuft“, sagt Schmidl, „sitze ich schnell im Flugzeug“. Richtung Deutschland und Graubrot. Aber nur nichts herbeireden! Lieber erst mal schöner spielen. Und schöner leben.

          Topmeldungen

          EuGH-Urteil zu Fahrverboten : Hatz auf die Autofahrer

          Städte wie Paris dürfen möglicherweise selbst nagelneuen Autos die Einfahrt künftig verbieten. Umweltaktivisten jubeln, für die große Mehrheit der Bevölkerung aber wären so umfassende Fahrverbote eine Katastrophe. Ein Kommentar.

          2:1 gegen Lazio Rom : Frankfurt spielt die perfekte Runde

          Die Eintracht holt im sechsten Spiel in der Europa League ihren sechsten Sieg. Die Partei bei Lazio Rom wird jedoch durch Krawalle, Festnahmen und Pyrotechnik überschattet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.