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Handball-EM : Mühevoller Erfolg gegen die Slowakei

  • Aktualisiert am

Durchgesetzt: Michael Kraus führte die Handballer zum Sieg Bild: dpa/dpaweb

Die deutschen Handball-Männer haben mühevoll ihre Pflichtaufgabe gegen die Slowakei erfüllt und sind vorzeitig in die Hauptrunde der EM eingezogen. Der Titelverteidiger bezwang den EM-Neuling mit 31:26 Toren.

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          Die deutschen Handball-Männer haben mühevoll ihre Pflichtaufgabe gegen die Slowakei mit einem Sieg erfüllt und sind vorzeitig in die Hauptrunde der Europameisterschaft eingezogen. Im zweiten Spiel der Vorrundengruppe B bezwang der Titelverteidiger am Samstag in Basel den EM-Neuling mit 31:26 (18:15) Toren. Mit 3:1 Punkten kann die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) bereits vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen den WM-Dritten Frankreich an diesem Sonntag (15.15 Uhr/Live im ZDF) nicht mehr von einem der ersten drei Plätze verdrängt werden.

          Vor 6.300 Zuschauern in der erneut nicht ausverkauften St. Jakobs- Halle waren Andrej Klimowets (Kronau/Östringen/7) und der junge Michael Kraus (Göppingen/5) die besten Werfer im deutschen Team (Siehe auch: Handball: Ergebnisse und Tabellen). „Es lief nicht alles so glücklich. Um so schöner ist es, daß wir gewonnen haben. Zufrieden stellend sind das Ergebnis und daß wir die Hauptrunde erreicht haben mit schon einem Punkt mehr als ich gedacht hatte. Und vielleicht kommt ja noch einer dazu“, sagte Bundestrainer Heiner Brand.

          Schrecksekunde für Pascal Hens

          „Wir brauchen eine Abwehr, die mindestens so gut ist wie gegen Spanien, damit wir leichte Tore machen können, denn im Positions- Angriff fällt uns das mit Sicherheit viel schwerer“, sagte Bundestrainer Heiner Brand vor dem siebten Vergleich mit der Slowakei. Und seine Vorahnung sollte sich bestätigen. Denn die Slowaken standen kompakt in der Abwehr und nahmen den Hamburger Pascal Hens in Manndeckung. So hatte der Titelverteidiger Schwierigkeiten, seinen Spiel- Rhythmus zu finden.

          Und dann mußte die deutsche Mannschaft schon wieder eine Schrecksekunde überstehen: Bei einer Abwehraktion schon in der 4. Minute fiel Hens unglücklich auf seine rechte Hand und kugelte sich den Ringfinger aus. Doch hatte der Hamburger, der gegen Spanien mit neun Treffern geglänzt hatte, Glück im Unglück. Mannschaftsarzt Berthold Hallmaier renkte den Finger wieder ein und Hens konnte in der 20. Minute wieder ins Spiel zurückkehren. Bis dahin hatte sich die DHB-Auswahl nie mit mehr als zwei Toren absetzen können, weil selbst beste Torchancen vergeben wurden.

          Rabenschwarzer Tag für Kehrmann

          Vor allem Florian Kehrmann aus Lemgo hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt, sündigte selbst freistehend reihenweise und wurde nach einem verworfenen Siebenmeter in der 23. Minute durch den Magdeburger Christian Sprenger ersetzt. Anschließend steigerte sich auch Torhüter Henning Fritz (Kiel) und verlieh der Mannschaft damit mehr Sicherheit. Sie nutzte die starke Phase und setzte sich auf 16:12 (26.) ab.

          Zu Beginn des zweiten Abschnitts baute der Europameister dann mit drei schnellen Treffern seine 18:15-Pausenführung auf 21:15 (32.) aus und schien damit die Weichen auf Sieg gestellt zu haben. Die Slowaken aber wehrten sich gegen die drohende Niederlage und der Vorsprung schmolz auf 21:19 (37.). Als dann aber der starke Kraus zum 24:20 (40.) traf, war der Bann gebrochen und Deutschland steuerte dem erwarteten Sieg entgegen.

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