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Handball-EM : Kantersieg gegen die Ukraine

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Ukraine kein Hindernis: Pascal Hens erzielte fünf Tore Bild: AP

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat ihr erstes Spiel der EM-Hauptrunde gegen die Ukraine überraschend locker mit 36:22 gewonnen und damit ihre Chancen auf den Halbfinaleinzug gewahrt.

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          Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat ihr erstes Spiel der EM-Hauptrunde gegen die Ukraine überraschend locker mit 36:22 (15:13) gewonnen und damit die Chancen auf den Halbfinaleinzug gewahrt. Vor nur 2000 Zuschauern in der St. Jakobshalle waren Torhüter Henning Fritz (Kiel) und Florian Kehrmann (Lemgo/9/1) die überragenden Spieler in der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB).

          Die deutsche Mannschaft erwischte einen Fehlstart ins dritte Länderspiel gegen die Ukraine und lag schon nach zwei Minuten mit 0:2 zurück. Gegen die schnellfüßige 5:1-Deckung der Osteuropäer tat sich der Titelverteidiger zunächst schwer. Vornehmlich der junge Spielmacher Michael Kraus (Göppingen), der eng bewacht wurde, hatte Schwierigkeiten, seine Mitspieler in Position zu bringen. Mit zunehmender Spielzeit aber stellten sich die deutschen Spieler besser auf die Herausforderung ein.

          Schelmenko sorgte für Probleme

          Auch wenn der ukrainische Rückraumspieler Sergej Schelmenko zunächst nach Belieben traf und bis zur 15. Minute bereits fünf Tore erzielt hatte, übernahm die deutsche Mannschaft zunehmend die Initiative. „Den werden wir sicher bald in westlichen Gefilden sehen“, prophezeite Heiner Brand.

          Torsten Jansen (Hamburg) erzielte mit dem 6:5 (10.) die erste Führung. Immer besser kam anschließend Welthandballer Henning Fritz ins Spiel. Der Torhüter des THW Kiel parierte Wurf um Wurf. Zudem fand Rechtsaußen Kehrmann nach zuletzt zwei schwächeren Spielen zu seiner gewohnten Treffsicherheit zurück und nutzte die Ballgewinne zu Kontertoren. Dadurch erkämpfte sich die DHB-Auswahl bis zur Pause einen 15:13-Vorsprung.

          Kein spielerischer Glanz, aber ein grandioser Fritz

          Auch in der zweiten Halbzeit verbreitete der Olympia-Zweite keinen spielerischen Glanz. Doch aus der sattelfesten Abwehr und mit Hilfe des grandios haltenden Fritz kaufte die deutsche Mannschaft dem Kontrahenten zusehends den Schneid ab. Schon kurz nach Wiederanpfiff vergrößerte sie den Vorsprung auf 17:13 (32.). Damit war der Bann gebrochen. Die entnervten Ukrainer gerieten sowohl in Angriff und Abwehr hoffnungslos ins Hintertreffen und verzweifelten an Fritz. Für die Entscheidung sorgte der Titelverteidiger zwischen der 40. und 46. Minute, als er keinen Treffer zuließ und von 19:15 auf 24:15 enteilte. Anschließend erlahmte auch die letzte Gegenwehr der Ukraine und das Brand-Team feierte einen überlegenen Kantersieg.

          Titelverteidiger Deutschland hat in der Gruppe I nun 3:3 Punkte. Im zweiten Hauptrundenspiel trifft das Team von Bundestrainer Heiner Brand am Mittwoch (15.15/ZDF live) in der Neuauflage des EM-Finales von 2004 auf Slowenien. Dritter Kontrahent ist am Donnerstag (15.15/ARD live) Polen.

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