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Handball-EM : „Unter diesen Umständen der bestmögliche Kader“

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Er sei sich sicher, „dass wir von der ersten Sekunde an mit großem Kämpferherz auf der Platte stehen werden“, sagt Gislason. Bild: dpa

Immer wieder hatte Handball-Bundestrainer Alfred Gislason in den letzten Wochen Absagen für die EM erhalten. Nun beruft er neun Turnier-Neulinge in seinen Kader.

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          Bundestrainer Alfred Gislason hat für die Handball-EM in der Slowakei und in Ungarn (13. bis 30. Januar) neun Turnier-Debütanten in den deutschen Kader berufen. Damit reagierte der Isländer auf die vielen Absagen in den vergangenen Wochen. Mit dem 21 Jahre alten Julian Köster vom VfL Gummersbach wurde auch ein Zweitliga-Profi nominiert.

          „Es ist unter diesen Umständen der bestmögliche Kader. Er wird von sich Reden machen können“, sagte Gislason bei einem virtuellen Medientermin am Dienstag. Er sei sich sicher, „dass wir von der ersten Sekunde an mit großem Kämpferherz auf der Platte stehen werden“. Die nominierten Spieler hätten „die Chance sich in den Vordergrund zu spielen. Die Situation ist wie sie ist und wir werden versuchen, das Beste daraus zu machen.“

          Golla als Kapitän

          Angeführt wird das 19-köpfige Aufgebot beim Saisonhöhepunkt erstmals von Neu-Kapitän Johannes Golla. Mit Torhüter Andreas Wolff, den Rückraumspielern Julius Kühn, Kai Häfner und Simon Ernst sowie Kreisläufer Jannik Kohlbacher sind noch fünf Akteure dabei, die mit der DHB-Auswahl den EM-Titel 2016 gewonnen hatten.

          Neu im Team sind dagegen die beiden Keeper Till Klimpke (23) und Joel Birlehm (24), die den Vorzug vor dem erfahrenen Silvio Heinevetter (37) erhielten und zusammen mit Wolff (30) das Torwart-Trio bilden. Erstmals bei einem großen Turnier dabei sind außerdem die Rückraumspieler Köster (21), Luca Witzke (22), Christoph Steinert (31), Sebastian Heymann (23) und Djibril M'Bengue (29) sowie die beiden Außen Lukas Mertens (25) und Lukas Zerbe (25).

          Sechs von ihnen hatten erst im November ihr Länderspieldebüt gegeben, Linkshänder Steinert ist noch nie für das A-Team aufgelaufen. Heymann hat zwölf und Klimpke sieben DHB-Einsätze vorzuweisen. Auf über 100 Länderspiele kommen nur Kreisläufer Patrick Wiencek (150), einziger Profi vom THW Kiel im deutschen Aufgebot, Wolff (116) und Häfner (112).

          Am 12. Januar wird die deutsche Mannschaft von Frankfurt aus in die Slowakei fliegen. In der EM-Vorrunde treffen Golla und Co. in Bratislava auf Belarus (14. Januar), Österreich (16. Januar) und Polen (18. Januar). Zur EM-Vorbereitung, die Anfang Januar startet, zählen noch zwei Länderspiele gegen Serbien. Die Partien finden am 7. Januar in Mannheim sowie am 9. Januar in Wetzlar statt.

          Mit Juri Knorr (keine Impfung), Paul Drux (Vorsichtsmaßnahme nach Knieverletzung), Fabian Wiede und Patrick Groetzki (beide familiäre Gründe) sowie Hendrik Pekeler (Nationalmannschaftspause) hatten zuletzt fünf Spieler ihre EM-Teilnahme abgesagt. „Natürlich bin ich über Absagen nicht begeistert“, sagte Gislason: „Aber das ist halt so." Zudem waren der langjährige Kapitän Uwe Gensheimer und Steffen Weinhold nach den Olympischen Spielen zurückgetreten.

          Das deutsche EM-Aufgebot:

          Tor: Andreas Wolff (KS Vive Kielce/POL), Joel Birlehm (SC DHfK Leipzig), Till Klimpke (HSG Wetzlar)

          Linksaußen: Marcel Schiller (Frisch Auf Göppingen), Lukas Mertens (SC Magdeburg)

          Rückraum links: Julius Kühn (MT Melsungen), Sebastian Heymann (Frisch Auf Göppingen), Julian Köster (VfL Gummersbach)

          Rückraum Mitte: Philipp Weber (SC Magdeburg), Luca Witzke (SC DHfK Leipzig), Simon Ernst (SC DHfK Leipzig)

          Rückraum rechts: Kai Häfner (MT Melsungen), Djibril M'Bengue (FC Porto/POR), Christoph Steinert (HC Erlangen)

          Rechtsaußen: Timo Kastening (MT Melsungen), Lukas Zerbe (TBV Lemgo) 

          Kreis: Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen), Patrick Wiencek (THW Kiel)

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