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Handball : Deutsche Erfolge am grünen Tisch

  • Aktualisiert am

K.o-Runden gestrichen: THW Kiel erreicht Finalturnier. Bild: dpa

Pragmatische Lösungen im europäischen Handball angesichts der Corona-Krise. Die Qualifikations-Wettbewerbe zur WM werden gestrichen. Auch der THW Kiel kommt kampflos weiter.

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          Die deutschen Handball-Nationalmannschaften der Frauen und Männer haben durch den Abbruch der Qualifikation automatisch die Teilnahme an den nächsten Großturnieren sicher. Die Europäische Handball-Föderation (EHF) reagierte am Freitag mit umfassenden Absagen verschiedenster Wettbewerbe auf die Coronavirus-Pandemie.

          Deutschlands Frauen stehen damit in der Endrunde der Europameisterschaft im Dezember in Dänemark und Norwegen. Das Männer-Nationalteam bekam einen Startplatz für die WM in Ägypten im kommenden Januar zugewiesen. Neben der Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason sicherten sich als weitere europäische Nationen Slowenien, Portugal, Schweden, Österreich, Ungarn, Weißrussland, Island, Tschechien und Frankreich auf diese Weise ihre WM-Teilnahme. Spanien, Kroatien und Norwegen hatten ihr Ticket bereits dank ihrer EM-Platzierungen gelöst, Dänemark war als Titelverteidiger gesetzt.

          „Diese pragmatische Entscheidung der EHF schafft ein wenig Klarheit und sorgt dafür, dass wir in der kommenden Spielzeit keine zusätzlichen Termine in den Spielplan unserer Ligen integrieren müssen“, sagte der DHB-Vorstandsvorsitzende Mark Schober. „Der Neustart des Handballs fordert uns alle. Wir brauchen dabei kreative Lösungen und Kompromissbereitschaft, um gemeinsam einen Weg zu einem für alle verantwortungsvollen Spielbetrieb zu finden.“

          Kiel zieht in Final4 ein

          Darüber hinaus steht der THW Kiel durch den Abbruch der Achtel- und Viertelfinal-Spiele in der Champions League als Teilnehmer des Finalturniers am 28. und 29. Dezember in Köln fest. Grund dafür ist, dass sich nach einem EHF-Beschluss die jeweils zwei besten Teams der Vorrundengruppen A und B für das Final Four qualifizieren, neben dem THW sind das Paris Saint-Germain HB, Telekom Veszprem HC und der FC Barcelona. Für die SG Flensburg-Handewitt als zweitem deutschen Teilnehmer, die sich als Gruppenfünfter für das Achtelfinale qualifiziert hätten, endet der Wettbewerb vorzeitig.

          Der EHF-Pokal wurde dagegen komplett abgebrochen. Dort waren in der Gruppenphase vier von sechs Spieltagen absolviert. Die Füchse Berlin wären als Gastgeber beim Final-Turnier gestartet, im Rennen waren zudem noch die Rhein-Neckar Löwen, der SC Magdeburg und die MT Melsungen.

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