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Handball : Der erste Titel für den HSV Hamburg

  • Aktualisiert am

Pokalsieger mit dem HSV: Pascal Hens Bild: AP

Der HSV Hamburg ist deutscher Handball-Pokalsieger, es ist der erste Titel für den Verein. Im Außenseiter-Finale gegen die SG Kronau/Östringen setzte sich das Team nach einer dramatischen Partie mit 26:25 durch.

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          Ein Siebenmeter-Tor durch Roman Pungartnik und eine Glanzparade von Torhüter Goran Stojanovic Sekunden vor Schluß haben dem HSV Hamburg den größten Erfolg der Vereinsgeschichte beschert. Durch den achten Treffer des Slowenen gewannen die Hanseaten am Sonntag das packende Endspiel um den DHB-Pokal mit 26:25 (9:10) gegen die SG Kronau/Östringen und sicherten sich damit den ersten Titel. Im anschließenden Überschwang und Jubel wurde „Held“ Stojanovic unter einer Spielertraube fast erdrückt. Um 16.19 Uhr nahm Kapitän Guillaume Gille im goldenen Konfetti-Regen die silberne Trophäe in Empfang.

          „Das ist unglaublich. Der erste Titel mit dem HSV bedeutet mir sehr viel“, sagte Stojanovic nach der dramatischen Schlußphase. „Davon haben alle hier geträumt. Der HSV Hamburg Pokalsieger - das hört sich gut an“, meinte HSV-Trainer Martin Schwalb.

          Kiel scheiterte überraschend im Halbfinale

          Mit dem Rückhalt des Heimvorteils in der erneut mit 13.000 Zuschauern ausverkauften ColorLine-Arena warf neben Punkgartnik Nationalspieler Pascal Hens (5) die meisten Tore für die Hamburger, die sich durch den Sieg für den Europapokal der Pokalsieger qualifizierten. Beim couragierten Aufsteiger aus Baden war Mariusz Jurasik (7/2) bester Werfer. Nach einem groben Foulspiel an Hamburgs Rückraum-As Pascal Hens sah Steffen Ahrens ebenso die Rote Karte (47.) wie kurz vor Schluß (60.) der Hamburger Torsten Jansen.

          Kronaus Christian Caillat

          Am Vortag hatte Kronau/Östringen mit einem 33:31 im Halbfinale überraschend den deutschen Meister und Bundesliga-Spitzenreiter THW Kiel ausgeschaltet. Der HSV Hamburg war durch einen 31:30-Erfolg über den SC Magdeburg zum zweiten Mal nach 2004 ins DHB-Pokalendspiel eingezogen.

          Kampf und Krampf

          Das Spiel um den silbernen Pokal war von Beginn an geprägt von Kampf und Krampf. Der HSV Hamburg ließ mit seiner aggressiven Deckung, die jegliche Kombinationen schon in den Ansätzen unterband, keinen Spielfluß auf Seiten von Kronau/Östringen aufkommen. So mußten die Badener ein ums andere Mal auf Einzelaktionen setzen, um zu Torerfolgen zu kommen. Auf der Gegenseite wurde Nationalspieler Pascal Hens nach zwei Torerfolgen wieder in Manndeckung genommen und war so nahezu zur Tatenlosigkeit verurteilt.

          Die Hamburger hatten sich gut eingestellt auf Kronaus Torjäger Mariusz Jurasik. Der Pole hatte im Halbfinale mit elf Treffern wesentlichen Anteil am Sieg über Kiel und dem Einzug ins Endspiel gehabt. Auch Auswahl-Kreisläufer Andrej Klimowets kam nicht zum Zuge, weil seine Laufwege stets durch einen HSV-Akteur verstellt waren.

          Hamburg stemmte sich gegen die drohende Niederlage

          In dem unattraktiven Spiel wechselte die Führung ständig. Dem anfänglichen 2:0 (4.) für den Gastgeber folgten beim 4:4 (10.) der Ausgleich und anschließend beim 6:5 (14.) die erste Führung für Kronau/Östringen. Die verloren die Badener zwar wieder, eroberten sie aber bis zum 10:9-Pausenstand wieder zurück.

          Nach Wiederanpfiff das gleiche Bild: Kronau/Östringen setzte sich auf 14:12 (37.) ab, der HSV konterte und verschaffte sich einen 15:14-Vorteil (39.). Dank des großartig parierenden Maros Kolpak, der unter anderem vier Siebenmeter entschärfte, übernahmen die Badener mit dem wieder erstarkten Jurasik erneut das Kommando und sorgten beim 19:16 (46.) für den ersten Drei-Tore-Vorteil. Allerdings war dieser auch nicht lange von Bestand. Die Hausherren bewiesen Moral und stemmten sich erfolgreich gegen die drohende Niederlage.

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