https://www.faz.net/-gtl-u86d

Handball-Champions-League : Flensburg jubelt, Gummersbach trauert

  • Aktualisiert am

Gummersbacher Frust: Robert Gunnarsson Bild: dpa

Trotz glänzender Ausgangsposition hat Gummersbach gegen den spanischen Club Valladolid das Halbfinale der Handball-Champions-League nicht erreicht. Die SG Flensburg-Handewitt folgte dagegen dem THW Kiel in die Vorschlussrunde der Königsklasse.

          2 Min.

          Während Handball-Bundesligaklub SG Flensburg-Handewitt dem THW Kiel folgte und zum dritten Mal nach 2004 und 2006 im Halbfinale der Champions League steht, konnte Altmeister Gummersbach die Gunst der Stunde nicht nutzen und gab den sicher geglaubten erstmaligen Einzug in die Vorschlussrunde der europäischen Eliteliga noch aus der Hand.

          Trotz der glänzenden Ausgangsposition nach dem Hinspiel (36:36) mussten sich die Oberbergischen am Sonntag an der Stätte des deutschen WM-Triumphes vor 16.359 Zuschauern in der Köln Arena dem spanischen Club CBM Valladolid mit 32:34 geschlagen geben und schlichen wie geprügelte Hunde vom Parkett. Die Norddeutschen konnten sich dank des komfortablen Zehn-Tore-Vorsprungs am Samstag beim Rekordsieger FC Barcelona hingegen sogar eine 29:34-Rückspielniederlage leisten.

          Kiel und Flensburg fürchten direktes Duell

          Als erstes Team war bereits am Donnerstag der deutsche Meister THW Kiel, der sich mit dem 38:24 gegen HBW Balingen-Weilstetten am Sonntag wieder an die Spitze der Bundesliga setzte, im wichtigsten Club-Wettbewerb der Handballer weiter gekommen. Portland San Antonio schaltete Titelverteidiger BM Ciudad Real aus. Die Auslosung der Halbfinals findet am Dienstag in Wien statt. Die Erzrivalen Kiel und Flensburg hoffen nun, einem direkten Duell aus dem Weg zu gehen.

          Flensburg kommt trotz Rückspiel-Niederlage weiter

          Der bisher einzige deutsche Champions-League-Sieger SC Magdeburg setzte sich im Rückspiel des EHF-Pokal-Viertelfinals beim FC Kopenhagen mit 39:35 durch und zog in die nächste Runde ein. Der HSV Hamburg siegte im Viertelfinal-Rückspiel des Europapokals der Pokalsieger bei Portowick Juschni (Ukraine/Hinspiel 48:22) mit 34:31 und machte seinen bislang größten internationalen Erfolg perfekt.

          Brand: „Hatten uns schon im Halbfinale gesehen“

          Die Flensburger brachten diesmal das Kunststück fertig, als erste deutsche Mannschaft überhaupt in der K.o.-Runde einen spanischen Kontrahenten auszuschalten. „Unsere Jungs sind eine große Mannschaft“, sagte Flensburgs Geschäftsführer Thorsten Storm, der mit dem Team bei einem gemütlichen Essen in einer Tapas-Bar den Erfolg genoss. Drei Tage nach der bitteren Bundesliga-Niederlage bei Gummersbach präsentierte sich der Vizemeister wieder hoch konzentriert. Wie im Hinspiel konnte Flensburg vor allem auf eine stabile Abwehr sowie Keeper Dan Beutler zählen. Der Schwede parierte in einer kritischen Phase zwei Siebenmeter.

          Gummersbach verlangte sich und seinen Fans alles ab. Aber trotz der über 16 000 Zuschauer im Rücken wirkten die Gastgeber nervös, die Abwehr stand nicht so sicher und auch die Keeper konnten nicht den entscheidenden Rückhalt bieten. „Wir haben einen ganz schlechten Tag erwischt“, sagte Gudjon Valur Sigurdsson. Auch Bundestrainer Heiner Brand, der als Fernsehkommentar die Partie verfolgte, war enttäuscht. „Nach dem Hinspiel hatten wir uns schon im Halbfinale gesehen. Aber nach der ersten Halbzeit musste man damit rechnen“, analysierte Brand als Fernsehkommentator bei „Eurosport“. Brand hatte als Aktiver mit Gummersbach einst große Erfolge gefeiert.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Abwarten: Salvini und Unterstützerinnen auf einer Kundgebung am 23. Januar in Bibbiano

          Trotz Wahlniederlage : Salvini gibt nicht auf

          Italiens früherer Innenminister ist bei den Regionalwahlen gleich doppelt gescheitert und die Regierung von Ministerpräsident Conte bekommt Luft zum Atmen. Trotzdem darf Salvini hoffen, eines Tages Ministerpräsident zu werden.
          Der Stacheldrahtzaun des früheren Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau.

          Holocaust-Gedenken : Die Lehren aus Auschwitz

          Die Erinnerung an den Holocaust bedeutet, an die absolute Unmenschlichkeit zu erinnern. Bekämpft werden muss aber auch die politische Lüge an sich. Die Lehren aus Auschwitz sind der Rechtsstaat und die Menschenrechte.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.