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Handball-Bundesliga : THW Kiel ohne Rückhalt und Richtung

  • -Aktualisiert am

„Die Intensität im Abschlusstraining war höher als im Spiel“: Kiel-Trainer Filip Jicha Bild: dpa

Mit der deutlichen Niederlage in der Bundesliga in Wetzlar erlebt der THW Kiel schon den zweiten Tiefschlag in der noch jungen Saison. Der Trainer ist verärgert – und steht mit seinem Team nun vor einem wichtigen Spiel.

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          Wenn ein 11:18 zur Halbzeit ein schmeichelhaftes Zwischenergebnis für den THW Kiel ist, muss viel zusammengekommen sein. Was war denn das für ein erster Durchgang? Dass der THW ungern gegen die von Trainer Kai Wandschneider hervorragend ein- und aufgestellte HSG Wetzlar spielt, ist bekannt. Unvergessen die Heimniederlage vom Dezember 2019.

          Diese Handballpartie am Samstagabend in Mittelhessen zementierte den HSG-Status als Kieler Angstgegner nun endgültig. Es wurde nach der Pause nämlich kaum besser aus Kieler Sicht, und am Ende stand ein 22:31, das THW-Trainer Filip Jicha als „katastrophal“ bezeichnete: „Die Intensität im Abschlusstraining war höher als im Spiel.“

          Weil die Kieler häufig am Wetzlarer Torwart Till Klimpke scheiterten, konnte die HSG munter Gegenstöße laufen und führte schnell 6:1. Klimpke war mit 17 Paraden zu viel für diesen konfusen THW, dem es an Willen und Plan fehlte. Nach der Heimniederlage gegen Nantes in der Champions League war die Pleite von Wetzlar am dritten Bundesliga-Spieltag schon der zweite Tiefschlag in dieser Saison.

          Der THW hat einen großen, teuren Kader, aber ohne die verletzten Niklas Landin und Sander Sagosen fehlen Rückhalt und Richtung. Bedenken muss man allerdings auch, dass es das dritte Spiel in sieben Tagen war. Da der Champions-League-Auftritt gegen Saporoschje am Mittwoch ausfällt, hat Jicha nun eine Woche Zeit, sein Team auf das Derby gegen die SG Flensburg-Handewitt am 18. Oktober vorzubereiten.

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