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Bundesligastart am 1. Oktober : Der Handball soll wieder fliegen

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Es geht wieder los: Flensburgs Johannes Golla (links) und Kiels Niclas Ekberg dürfen im Oktober wieder Handball spielen. Bild: dpa

Der Handball ist seit März in den Corona-Regeln gefangen. Am 1. Oktober soll er erstmals wieder in der Bundesliga geworfen werden dürfen, wenige Tage zuvor bereits im Supercup. Die Klubs hoffen auf Zuschauer.

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          Seit dem vergangenen Wochenende war es kein Geheimnis mehr, dass die Handball-Bundesliga Anfang Oktober in ihre nächste Saison starten wird – vor Zuschauern. Der ursprünglich geplante Termin Anfang September war schon längst vom Tisch, weil dem Ligaverband HBL und den Vereinen die Vorbereitungszeit auf den Wettkampf als zu kurz erschien. Am Mittwoch nun verkündete die HBL, dass die Spielzeit 2020/21 der ersten und zweiten Bundesliga der Männer am 1. Oktober beginnen werde. Vorgeschaltet ist der Supercup zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt am 26. oder 27. September in Düsseldorf. Die lange Saison der auf 20 Vereine ausgeweiteten Bundesliga wird bis zum 30. Juni 2021 laufen.

          Alle Vereine und der Deutsche Handballbund (DHB) hatten sich am Dienstag in einer Telefonkonferenz abgestimmt und den Willen geäußert, unbedingt wieder vor Zuschauern spielen zu wollen. Es soll keine sogenannten Geisterspiele geben. HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann schwebt zunächst eine Hallenauslastung von 50 Prozent der Plätze vor. „Der Profihandball braucht Zuschauer“, sagte er, „sonst ist er auf Dauer finanziell nicht durchführbar.“

          Die Zuschauerzahl müsse je nach Verlauf des Pandemie-Geschehens auf den Rängen womöglich angepasst, könne aber auch erhöht werden. Bohmann sagte auch mit Blick auf Gütersloh: „Die Corona-Pandemie ist nach wie vor eine sehr reale Bedrohung. Gerade deswegen legt der Handball sehr großen Wert darauf, durch ein überzeugendes Hygienekonzept mit Kontaktverfolgung in die Saison starten zu können. Dies wäre für unseren Sport ein wichtiger und inzwischen dringend notwendiger Schritt Richtung Normalität.“

          Spielpläne Ende Juli

          Von den Vereinen gab es Applaus für die Entscheidung, es zum Start wieder mit Fans zu versuchen. Aber es gibt auch Skepsis. Viktor Szilágyi, der Geschäftsführer des THW Kiel, sagte, dass man trotz des nun verkündeten Termins weiterhin gezwungen sein werde, „die Entwicklungen des Infektionsgeschehens zu beobachten und unsere Situation immer wieder neu zu bewerten“. Sollte es beim Ligastart im Oktober bleiben, würden die meisten Mannschaften Anfang August ins Mannschaftstraining einsteigen. Ende Juli sollen die Spielpläne veröffentlicht werden.

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