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Handball-Bundesliga : Löwen zu stark für müde Füchse

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Jesper Nielsen (r) von den Rhein-Neckar Löwen setzt sich durch gegen Berlins Frederik Simak durch Bild: dpa

Nur zwei Tage nach ihrem verlorenen Finale in der Klub-WM müssen die stark ersatzgeschwächten Berliner Handballer in der Bundesliga antreten. „So ist es natürlich kein fairer Wettbewerb“, klagt Manager Hanning.

          Die Füchse Berlin mussten den Anstrengungen der Klub-WM in Doha/Qatar Tribut zollen. Nur zwei Tage nach dem verlorenen Finale gegen den FC Barcelona unterlagen die ersatzgeschwächten Berliner Handballer trotz einer tapferen Vorstellung am zehnten Spieltag der Handball-Bundesliga bei den Rhein-Neckar Löwen 25:28 (11:15). Manager Bob Hanning hatte die Liga im Vorfeld dafür kritisiert, keinen Ausweichtermin gefunden zu haben. „So ist es natürlich kein fairer Wettbewerb“, sagte Hanning.

          In Mannheim mussten die Füchse auf acht Stammspieler verzichten, darunter auch Fabian Wiede, Mattias Zachrisson, Christoph Reißky und Kevin Struck, die sich in Doha verletzt hatten. Trainer Velimir Petkovic füllte seinen Kader mit Spielern aus dem Nachwuchs auf. Den Etablierten fehlte jedoch die Frische, um den Vizemeister in der entscheidenden Phase gefährden zu können.

          Spielplan der Handball-WM 2019 in Deutschland und Dänemark

          „Wenn man in acht Tagen fünf Spiele hat, dann haben wir uns gut aus der Affäre gezogen. Jeder hat gesehen, wer auf der Bank sitzt: größtenteils Jugendspieler. Dafür haben wir das gut gemacht“, sagte Berlins Torhüter Malte Semisch bei Sky. Nationalspieler Jannik Kohlbacher von den Gastgebern sagte: „Es war ein harter Kampf über 60 Minuten, obwohl die Füchse stark dezimiert waren.“

          Die Löwen zogen mit 15:3 Punkten an den Füchsen (14:6) vorbei auf Rang vier. Beste Torschützen waren Kohlbacher und Alexander Petersson von den Hausherren mit jeweils sechs Treffern. Die Chance zur Revanche haben die Berliner bereits in diesem Jahr: Im Dezember empfangen sie den Cup-Verteidiger im Viertelfinale des DHB-Pokals.

          Flensburg gewinnt Krimi in Leipzig

          Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt hat unterdessen mit viel Mühe seine Tabellenführung verteidigt. Im Krimi beim SC DHfK Leipzig setzten sich die Nordlichter knapp mit 21:20 (9:11) durch. „Wir mussten uns 60 Minuten quälen“, sagte Flensburgs Trainer Maik Machulla bei Sky und gab mit Blick auf den ausgebauten Vereins-Startrekord zu: „Wir spielen verkrampft, weil wir unbedingt die Serie halten wollen.“ Bester Werfer für die Flensburger vor 4109 Zuschauern in der Arena Leipzig war Magnus Jöndal mit sieben Treffern, darunter die 20:19-Führung sechs Minuten vor Schluss.

          Flensburgs erster Verfolger bleibt der SC Magdeburg (20:2), der gegen den HC Erlangen 31:25 (14:9) gewann. Dritter ist weiter Rekordmeister THW Kiel (18:4) nach einem 31:25 (19:13) gegen den VfL Gummersbach. Zudem stoppte am Sonntag die MT Melsungen die Siegesserie des Bergischen HC. Nach zuletzt fünf Erfolgen nacheinander unterlag der Aufsteiger 23:26 (10:13).

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