https://www.faz.net/-gtl-9tlsy

Handball Bundesliga : Flensburg festigt Tabellenführung – Füchse gewinnen Topspiel

  • Aktualisiert am

Die Berliner Spieler jubeln nach dem Abpfiff Bild: dpa

Die Füchse Berlin entschieden das Topspiel beim SC Magdeburg knapp für sich. Der deutsche Handball-Meister SG Flensburg-Handewitt konnte indes seine Tabellenführung zumindest vorübergehend festigen.

          2 Min.

          Die SG Flensburg-Handewitt hat ihre Spitzenposition in der Handball-Bundesliga behauptet. Der deutsche Meister setzte sich am Donnerstag beim Schlusslicht HSG Nordhorn-Lingen ungefährdet mit 29:20 (16:9) durch. Mit jetzt 22:6 Punkten führen die Flensburger das Klassement vor der TSV Hannover-Burgdorf (20:6) an. Bester SG-Werfer war Magnus Röd mit acht Toren. Für die Gastgeber erzielte Patrick Miedema sechs Treffer.

          Für den Flensburger Rückraumspieler Holger Glandorf, Trainer Maik Machulla und dessen Assistenten Mark Bult war es eine erfolgreiche Reise in die sportliche Vergangenheit. Glandorf spielte von 1999 bis 2009 für die HSG, Machulla trug von 2002 bis 2010, Bult von 2003 bis 2007 das Nordhorner Trikot.

          Der Aufsteiger hielt gegen den Meister nur eine gute Viertelstunde bis zum 5:7 mit. Danach zog die SG auf und davon. In der 36. Minute betrug der Vorsprung beim 19:9 erstmals zehn Tore. Bereits am Samstag (20.00 Uhr/Sky) sind die Norddeutschen wieder im internationalen Einsatz. Auf dem Programm steht das Champions-League-Auswärtsspiel beim spanischen Meister FC Barcelona. Das Hinspiel vor heimischem Publikum hatten die Flensburger deutlich mit 27:34 verloren.

          Füchse schlagen Magdeburg

          Ein umkämpftes Spiel lieferten sich am Donnerstag der SC Magdeburg und die Füchse Berlin, das die Hauptstädter mit 29:27 (14:14) für sich entschieden. Schon in der ersten Halbzeit zeigte das Schiedsrichtergespann zweimal die Rote Karte. Erst gegen den Berliner Fabian Wiede nach einem Foul an Marko Bezjak (21.), dann gegen den Magdeburger Piotr Chrapkowski, der Paul Drux zu hart angegangen war (23.). Füchse-Coach Velimir Petkovic bekam kurz vor der Pause eine Zeitstrafe, weil er nach einer Auszeit nicht rechtzeitig vom Feld gegangen war. Entscheidende Szene war ein Siebenmeter, den Magdeburgs Matthias Musche in der Schlussminute beim 27:28 gegen den Berliner Schlussmann Dejan Milosavljev vergab.

          Der SC Magdeburg hat im Kampf um die Champions League im Duell mit den Füchsen Berlin einen Rückschlag erlitten. Vor 6600 Zuschauern unterlag der SCM mit 27:29 (14:14). Beste Werfer waren Albin Lagergren (6 Tore) beim SCM und Hans Lindberg (10) für die Gäste. Mit zehn Minuspunkten liegt der SCM nun auf Platz 7, die Füchse mit acht Minuspunkten auf Rang 5.

          Der Berliner Torwart Dejan Milosavljev hält den letzten Strafwurf von Magdeburgs Matthias Musche

          Beide Mannschaften begannen nervös, produzierten eine Reihe technischer Fehler, so dass sich eine intensive, aber niveauarme Partie entwickelte. Es gab mehrere Führungswechsel und gelb für beide Bänke (17.), aber kein Team konnte sich absetzen. Nach einer Abwehraktion gegen Marko Bezjak sah Berlins Fabian Wiede rot (21.), eine harte Entscheidung - ebenso wie die rote Karte gegen Magdeburgs Piotr Chrapkowski (23.) kurze Zeit später. Aus der Hektik kam der SCM besser zurück in die Partie (13:11/27.), verpasste aber den Drei-Tore-Vorsprung. So glichen die Füchse noch vor der Pause aus (14:14/30.).

          Auch nach der Pause blieb die Partie intensiv und fehlerreich, der SCM ging kurzzeitig mit zwei Toren in Front (19:17/38.), doch die Füchse ließen sich nicht abschütteln. Nach 45 Minuten musste bei Magdeburg Zeljko Musa mit Knieproblemen aus dem Spiel, die Gäste erarbeiteten sich anschließend ihren ersten 2-Tore-Vorsprung (21:23/49.). Der SCM versuchte alles, verwarf aber auch noch zwei Siebenmeter, so dass es beim knappen Gästeerfolg blieb.

          Die MT Melsungen gewann gegen Frisch Auf Göppingen deutlich mit 30:17 (16:7) und ist derzeit Dritter. Der Bergischer HC rang den TBV Lemgo Lippe mit 35:33 (19:16) nieder.

          Weitere Themen

          Preuß beste Deutsche im Einzel

          Biathlon : Preuß beste Deutsche im Einzel

          Beim Biathlon-Weltcup in Östersund ist Franziska Preuß als Zwölfte beste Deutsche. Auf die siegreiche Französin Justine Braisaz hat Preuß knapp zwei Minuten Rückstand.

          Topmeldungen

          Präsident Trump lächelt während einer Veranstaltung im Weißen Haus am Donnerstag.

          Impeachment : Die Zeit spielt für Trump

          Die Demokraten haben keinen Anlass zur Hoffnung, dass der Senat Trump tatsächlich verurteilt. Deshalb wollen sie das Verfahren schnell hinter sich bringen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.