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Hallen-Leichtathletik : Der nächste Rekord von Kristin Gierisch

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Blick zurück mit Freude: Kristin Gierisch gelingt ein großer Sprung Bild: dpa

Bei den deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten gewinnt Dreispringerin Kristin Gierisch den ersten Titel. Der Äthiopier Samuel Tefera stellt in Birmingham einen Weltrekord auf.

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          Die deutsche Rekordlerin Kristin Gierisch hat bei der Hallen-DM in Leipzig den Titel im Dreisprung gewonnen. Die Chemnitzerin siegte mit Meisterschaftsrekord von 14,38 Meter souverän vor Jenny Elbe (Dresden/13,76). Titelverteidigerin Neele Eckhardt (Göttingen) verzichtet nach einer Lungenentzündung auf die Hallensaison. Gierisch, die bei der EM in Glasgow (1. bis 3. März) als Titelverteidigerin an den Start geht, hatte am vergangenen Wochenende den deutschen Hallenrekord auf 14,59 Meter verbessert.

          Die ehemalige Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz (LV Erzgebirge) hat unterdessen eine Weltjahresbestleistung aufgestellt. Die Silbermedaillengewinnerin der Freiluft-EM gewann in Leipzig mit 19,54 Meter vor der Titelverteidigerin Alina Kenzel (Waiblingen/17,94) und der EM-Fünften Sara Gambetta (Halle/17,90). Schon zuvor hatte Schwanitz mit 19,31 Meter die Weltjahresbestenliste angeführt. Kugelstoßer David Storl sicherte sich bereits seinen siebten Titel. Der 28 Jahre alte Europameister gewann die Konkurrenz am Samstag überlegen mit der persönlichen Saisonbestleistung von 21,32 Metern. Zweiter in der Arena hinter Lokalmatador Storl vom SC DHfK Leipzig wurde der Sindelfinger Tobias Dahm mit fast zwei Metern weniger. 

          Konstanze Klosterhalfen (Leverkusen) stellte einen deutschen Rekord über 3000 Meter auf. Die 21-Jährige lief in Leipzig zwei Tage vor ihrem Geburtstag eine Zeit von 8:32,47 Minuten und war damit mehr als drei Sekunden schneller als bei ihrer eigenen Bestmarke (8:36,01) aus dem vergangenen Jahr. Zweite wurde Alina Reh (Ulm/8:43,47). Für Klosterhalfen war es der erste Start in Deutschland seit ihrem Wechsel in die Vereinigten Staaten. Seit Ende des vergangenen Jahres trainiert sie im Umfeld des „Nike Oregon Projects“, ist aber offiziell nicht Teil des Laufteams des umstrittenen Trainers Alberto Salazar.

          Die Weltjahresbeste Pamela Dutkiewicz (Wattenscheid) gewann das Dauerduell gegen ihre Rivalin Cindy Roleder (Halle) und holte in Leipzig den Titel über 60 Meter Hürden. Die 27-Jährige gewann in 7,90 Sekunden und verwies damit die Hallen-Europameisterin und Titelverteidigerin Roleder (8,00) auf Platz zwei. Die beiden deutschen Hürdensprinterinnen gehen als Medaillenkandidatinnen in die Hallen-EM in Glasgow. Vor zwei Jahren in Belgrad hatte Roleder Gold, Dutkiewicz Bronze gewonnen. Bei der Freiluft-EM in Berlin im vergangenen Jahr  belegte Dutkiewicz Platz zwei, Roleder wurde Dritte.

          Der Äthiopier Samuel Tefera hat unterdessen beim Leichtathletik-Hallenmeeting in Birmingham den 22 Jahre alten Weltrekord über 1500 Meter gebrochen. Der 19-Jährige, Hallen-Weltmeister von 2018, blieb in 3:31,04 Minuten 14 Hundertstel unter der bisherigen Bestmarke, die der Marokkaner Hicham El Guerrouj 1997 in Stuttgart erzielt hatte. Zweiter in Birmingham wurde in ebenfalls exquisiten 3:31,58 Minuten Teferas Landsmann Yomif Kejelcha, der in der Vorwoche in New York nur um eine Hundertstel an El Guerroujs Meilenweltrekord vorbeigelaufen war.

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