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Hallen-Leichtathletik : Das Maß verloren

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Schneller als das Licht: Läufer bei der Hallenmeisterschaft der Leichtathleten Bild: dpa

Bei den Leichtathletik-Hallenmeisterschaften kommen zwei 800-Meter-Läuferinnen zeitgleich ins Ziel. Statt sie beide zu belohnen, wird eine Tausendstelsekunden-Entscheidung herangezogen.

          Europameisterin Malaika Mihambo hat ihren Weitsprung-Titel bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Leipzig erfolgreich verteidigt. Die 25-Jährige von der LG Kurpfalz erreichte am Sonntag 6,72 Meter, sie verpasste damit ihren erhofften ersten Satz über die Sieben-Meter-Marke. Mihambo, Olympia-Vierte von Rio de Janeiro, war vor zwei Wochen beim Istaf Indoor in Berlin 6,99 Meter gesprungen.

          In Leipzig hatte sie auch ihre Sprint-Qualitäten unter Beweis gestellt. Mihambo war am Samstag Siebte über 60 Meter in 7,39 Sekunden geworden. Im Weitsprung musste sie nach zwei ungültigen Versuchen zunächst etwas bangen, ehe sie sich am Ende klar vor Annika Gärtz vom LV 90 Erzgebirge (6,47 Meter) durchsetzte

          Europameister Przybylko schafft EM-Norm

          Auch der zuletzt angeschlagene Hochsprung-Europameister Mateusz Przybylko (Leverkusen) hat die Norm für die EM in Glasgow (1. bis 3. März) erfüllt. Der 26-Jährige siegte in Leipzig mit übersprungenen 2,26 Metern und schaffte damit exakt die geforderte Höhe. Przybylko hatte sich beim Meeting in Karlsruhe am Fuß verletzt und sich schonen müssen. Bei der Freiluft-EM in Berlin im vergangenen Jahr hatte er mit 2,35 Meter Gold gewonnen.

          Die Winzigkeit von einer Tausendstelsekunde fehlte Christina Hering zum fünften Titel in Serie. Die 24 Jahre alte Leichtathletin von der LG Stadtwerke München rannte über 800 Meter am Sonntag in 2:05,16 Minuten ins Ziel - ihre Klubkollegin und Trainingspartnerin Katharina Trost wurde mit exakt der gleichen Zeit gestoppt. Das Zielfoto wies dann den kleinstmöglichen Unterschied aus: Trost 2:05,158 - Hering 2:05,159 Minuten.

          Bei der Ehrenrunde in der Leipziger Arena strahlten beide wie Siegerinnen. Aber in einer um Fairness ringenden Sportart fragt sich der Beobachter dann doch, warum solche winzigen Unterschiede gemacht werden?

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