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Gründung in Genf : Ein Zentrum für alle Probleme des Sports

„In konkreten Fällen wird es für Betroffene die Möglichkeit geben, mehr Druck aufzubauen“: Minky Worden, Direktorin für globale Initiativen bei Human Rights Watch. Bild: Archiv

Im Sport gibt es zahlreiche Probleme. Nun soll ein Zusammenschluss dagegen ankämpfen und Lösungen finden. Die Liste derjenigen, die sich hinter den Gründungsakt stellen, könnte kaum prominenter sein.

          Ein Zentrum für all die Problemfälle des Sports und seiner Großveranstaltungen soll es sein. An diesem Donnerstag wird die Gründung des Zentrums für Sport und Menschenrechte in Genf bekanntgegeben, die Liste derjenigen, die sich hinter den Gründungsakt stellen, könnte kaum prominenter sein. Da finden sich, neben anderen, das Internationale Olympische Komitee und der Internationale Fußballverband, Sponsoren wie Adidas und Coca-Cola, die Regierung der Vereinigten Staaten und der Schweiz, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen und das Büro des Hochkommissars für Menschenrechte bei den UN, die Spielergewerkschaft Uni Global, internationale Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände und Menschenrechtsorganisationen, Amnesty International, Human Rights Watch. Die frühere Präsidentin Irlands, Mary Robinson, hat den Vorsitz übernommen.

          Das Zentrum soll im kommenden Jahr die Arbeit aufnehmen und effektive Wege erschließen, um Probleme frühzeitig zu erkennen und anzusprechen, aber auch bei konkreten Rechtsverstößen Klagen zu unterstützen und selbst aktiv zu werden. Die Menschenrechtsorganisationen erhoffen sich von dem Zentrum mehr Durchschlagskraft. „Wir haben es mit individueller Kritik versucht, mit Berichten über die Lage in Gastgeberländern“, sagte Minky Worden, Direktorin für globale Initiativen, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Das werden wir weiterhin tun. Aber in konkreten Fällen wird es für Betroffene die Möglichkeit geben, mehr Druck aufzubauen. Die dauerhaften strukturellen Probleme in den Sportorganisationen und bei den Organisationskomitees müssen angegangen werden. Zu viel verhallt in der Echokammer des olympischen Sports und erst recht bei der Fifa – und die globalen agierenden Sponsoren von Sportveranstaltungen haben die Nase voll davon, wegen ihrer Verbindung zu den Organisationen kollektiv geteert und gefedert zu werden.“ Worden verwies auf die in den kommenden Jahren anstehenden Großveranstaltungen: Die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland im kommenden Jahr, die Europa-Spiele in Weißrussland 2019, die Olympischen Winterspiele in Peking im Winter 2022 und die Fußball-Weltmeisterschaft in Qatar im Herbst desselben Jahres.

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