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Golfstar vor Comeback : Kichern bei der Tiger-Woods-Show

  • -Aktualisiert am

Tiger Woods spielte schon einmal mit seinem Sohn Charlie. Bild: AFP

Tiger Woods spielt nach seinem schweren Unfall wieder Golf, beschreibt seine ersten Aktionen auf dem Platz aber mit Humor. Schon bald steht ein besonderes Turnier an. Gibt er dort sein Comeback?

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          Am Sonntag hat sich Tiger Woods gekleidet, wie man es von ihm am Schlusstag eines Turniers seit Anfang seiner grandiosen Karriere kennt: schwarze Hose, rotes Hemd. Doch der langjährige Golf-Primus spielte bei seinem Einladungsturnier, bei der Hero World Challenge, gar nicht mit. Es gewann der Norweger Viktor Hovland.

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          Doch während der sechs Tage in Albany auf den Bahamas war das Turnier meist nur Nebensache. Alles drehte sich beim ersten öffentlichen Auftritt von Woods seit seinem schweren Autounfall im Februar in der Nähe von Los Angeles um den Superstar – vor allem deshalb, weil er an mehreren Tagen trainierte und dabei ständig gefilmt wurde.

          Die Woods-Show begann schon am Dienstag. Der Amerikaner, der Ende des Monats 46 Jahre alt wird, erzählte bei einer Pressekonferenz noch einmal ausführlich seine Krankengeschichte. Er berichtete, wie er nach den vielen offenen Brüchen am Schien- und Wadenbein seines rechten Beines sogar fürchten musste, dass eine Amputation nötig sei.

          Doch nach drei Wochen in einem Krankenhaus, gefolgt von drei Monaten in einem Krankenbett in seinem Haus in Jupiter (Florida), nach Wochen im Rollstuhl, kann Woods wieder ganz ohne Krücken gehen, auch wenn er sichtbar hinkt. Doch was seine Übungsstunden auf den Bahamas demonstrierten: Woods verfügt noch immer über einen tollen Golfschwung.

          Woods aber dämpfte die Hoffnung aller Fans auf ein schnelles Comeback: „Zu sehen, dass einige meiner Schläge viel kürzer aus dem Himmel fallen, als sie es früher taten, ist ein wenig augenöffnend, aber zumindest bin ich in der Lage, es wieder zu tun“, sagte er, wobei er zugab, dass er keinen Zeitplan dafür habe, wann er wieder in der Lage sein könne, Golf auf dem Niveau der PGA Tour zu spielen, wenn auch nur sporadisch. Woods beschrieb seine derzeitigen Aktionen auf dem Platz als „Hit and Giggle-Golf“, also den Ball schlagen und dann über Fehlschläge kichern.

          Doch genau für diese Art von Golf bietet sich am 18. und 19. Dezember bei der PNC Championship in Orlando die perfekte Gelegenheit. Bei diesem Turnier, bei dem Major-Sieger mit einem Familienmitglied ein Team bilden, kann Woods mit einem Golfcart fahren.

          Und er kann noch einmal, wie schon vor einem Jahr, als er von Rückenschmerzen geplagt war, seinem zwölf Jahre alten Sohn Charlie die wichtigen Schläge und die Hauptrolle überlassen – ein Comeback als stolzer Vater. Darauf hoffen auch die Veranstalter: Sie halten immer noch einen der zwanzig Startplätze für das Team Woods offen.

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