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Golf-Legende Jack Nicklaus : Dummdreiste Wahlhilfe für Trump

Schürt Ängste und macht Geschäfte: Jack Nicklaus (Bild von 2007) Bild: dpa

Golf-Legende Jack Nicklaus gibt Nachbar Donald Trump seine Stimme. Die Begründung ist zwar Unsinn, aber es gibt ja Meinungsfreiheit. Wobei die auch mal zurückstehen darf, wenn es ums Geschäft von Mr. Nicklaus geht.

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          Kleiner Sprung aus Marcus Rashfords armer Heimat Wythenshawe, Manchester, nach Palm Beach, Florida. Dort sind die Löffel im Schnitt ein bisschen goldener, aber Nachbarschaftshilfe ist durchaus auch von Wert. Donald J. Trump, Golfer-in-chief des Mar-A-Lago Resort, braucht noch ein paar Stimmen, um Präsident der Vereinigten Staaten bleiben zu können.

          Eine hat er in der Tasche: In der Nachbarschaft hat Jack Nicklaus für Trump gestimmt, der in seiner ruhmreichen Golf-Karriere 9,1 Millionen Dollar erspielt hat – Peanuts angesichts der heutigen Preisgelder, aber Nicklaus kann nicht klagen. Er, ursprünglich „einfach ein Typ aus der Mittelklasse in Ohio“, habe sich seinen American Dream erfüllen können, schreibt Nicklaus, inzwischen 80, in seiner Wahlempfehlung für den amtierenden Präsidenten – und: wer Trump wähle, verhindere, dass Amerika in den Sozialismus abdrifte und die Regierung das Leben bestimme.

          Das ist zwar Unsinn, aber das ist der große Wert der Meinungsfreiheit: warum nicht auch mal dummdreistes Zeug erzählen? Wobei die Meinungsfreiheit an sich auf der persönlichen Prioritätenliste des Mr. Nicklaus auch mal zurückstehen darf – wie die Angst vor dem Sozialismus. Die Golfplatzarchitekten von Jack Nicklaus Design jedenfalls haben bislang 25 Plätze in der Volksrepublik China angelegt.

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

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