https://www.faz.net/-gtl-9amus

Golden State fordert Cleveland : Das Traumfinale der NBA ist perfekt

  • Aktualisiert am

Golden-State-Center Jordan Bell (Mitte) jubelt mit Steph Curry (rechts) und Draymond Green (links) über den Finaleinzug in der NBA. Bild: USA TODAY Sports

Meister Golden State Warriors entscheidet das siebte Halbfinalspiel der Playoffs in Houston für sich, auch weil zwei Superstars nicht zu stoppen sind. Im Finale wartet nun der vielleicht beste Spieler der Welt.

          Wieder kommt es in der NBA zum Aufeinandertreffen der beiden Branchengrößen: Zum vierten Mal in Serie trifft ab Donnerstag Champion Golden State Warriors im Playoff-Endspiel auf die Cleveland Cavaliers. Der Titelverteidiger aus der Bay Area muss abermals gegen den derzeit unaufhaltsamen LeBron James ran. Zweimal (2015 und 2017) gewann Golden State in den vergangenen drei Aufeinandertreffen die Meisterschaft, einmal (2016) setzte sich Cleveland durch. „Das wird ein harter Fight“, kündigte Warriors-Profi Draymond Green an. Zuvor hatte sein Team am Montag (Ortszeit) das entscheidende siebte Halbfinalspiel bei den Houston Rockets mit 101:92 gewonnen und die Best-of-Seven-Serie mit 4:3 für sich entschieden.

          „Spiel sieben in Houston zu gewinnen – Wahnsinn“, sagte Kevin Durant. Der Amerikaner war mit 34 Punkten Top-Scorer beim Team von Trainer Steve Kerr und kann nach seinem Wechsel aus Oklahoma im Sommer 2016 weiter vom zweiten Titel in seinem zweiten Warriors-Jahr träumen. Auch Curry zeigte mit 27 Punkten in der entscheidenden Phase seine außergewöhnlichen Fähigkeiten. Dagegen ist für die Texaner um James Harden die Saison beendet. 32 Punkte des 28-Jährgen waren zu wenig. „Die Mannschaft und ich sind am Boden zerstört“, sagte Trainer Mike D'Antoni.

          Seine Mannschaft dominierte vor der Pause, brach später aber völlig zusammen. Die Rockets führten Mitte des zweiten Viertels mit 15 Punkten und ging mit einem 54:43 in die Pause. „In der Kabine ist nicht viel passiert, es wurde wenig geredet“, sagte Curry. „Wir wissen, dass wir innerhalb von zwei Minuten einen Elf-Punkte-Rückstand aufholen können“, ergänzte Klay Thompson.

          Während die Warriors nach dem Seitenwechsel plötzlich aus der Distanz trafen, verloren die Rockets ohne den angeschlagenen Spielmacher Chris Paul den Rhythmus. Vor allem Durant und der zuvor enttäuschende Curry waren von der Houston-Defensive nicht mehr zu stoppen. Innerhalb von 1:47 Minuten drehte Curry mit elf Punkten hintereinander die Partie und brachte sein Team fast im Alleingang mit 72:63 (34. Minute) in Führung. „Die zweite Hälfte war unfassbar gut. Das hat richtig Spaß gemacht“, jubelte der zweimalige MVP.

          Da auch Durant in dieser Phase traf wie er wollte und 21 seiner 34 Punkte im dritten und vierten Viertel erzielte, hatten die Warriors alle Trümpfe in der Hand. „Wir wussten, dass sie irgendwann müde werden“, erklärte Durant. Dazu waren die Distanzschützen der Rockets zu harmlos. Nur sieben von 44 Versuchen von jenseits der Drei-Punkte-Linie fanden das Ziel. „Dann wird es natürlich sehr schwer, so ein Spiel zu gewinnen“, betonte D'Antoni.

          Die Rockets waren in der regulären Saison die beste Mannschaft in der NBA. Jetzt ist im Halbfinale Endstation. Superstar Harden zeigte seine Enttäuschung, in dem er direkt nach der Schlusssirene in die Kabine sprintete. Auf das übliche Handshake mit dem Gewinner verzichtete er. „Ich war einfach nur frustriert“, erklärte der Rockets-Star. „Wir waren näher dran in diesem Jahr und werden es in der neuen Saison wieder versuchen“, kündigte D'Antoni an.

          Weitere Themen

          Alle Hoffnung auf Teil zwei

          Frankfurt patzt in Straßburg : Alle Hoffnung auf Teil zwei

          Eintracht Frankfurt muss um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League bangen. Im Play-off-Hinspiel bei Racing Straßburg konnte der Bundesligaverein vor allem in der ersten Hälfte nicht überzeugen und verlor mit 0:1.

          Topmeldungen

          Vizekanzler Olaf Scholz (SPD)

          Pläne der SPD : Auch Olaf Scholz will die Vermögenssteuer

          Der SPD-Politiker stellt sich hinter den Vorschlag seines Parteikollegen Schäfer-Gümbel, das Vermögen von Unternehmen und Reichen zu besteuern. Die CSU kritisiert die Pläne scharf.
          Frühchen brauchen besonders intensive Betreuung durch Ärzte und Pflegekräfte.

          Muttermilch-Spenden : Ein Milliliter Lebenskraft

          Fridolin und Jonathan sind viel zu früh geboren. Auf der Intensivstation kämpfen sich die Frühchen in diese Welt – auch dank gespendeter Muttermilch.

          Fußball in Italien : Der Großangriff auf Juventus Turin

          In den vergangenen acht Jahren gelang es keiner Mannschaft mehr, den italienischen Serienmeister Juventus zu entthronen. Nun schickt sich ein früherer Juve-Trainer an das zu ändern – und seine Chancen stehen nicht schlecht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.