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Giro d’Italia : Gleichauf nach 85 Stunden, 22 Minuten und sieben Sekunden

  • Aktualisiert am

Die neue Doppelspitze beim Giro: Tao Geoghegan Hart (r.) gewinnt die Etappe, Jai Hindley holt das Rosa Trikot. Bild: EPA

Der Giro d’Italia wird zu einem Sekundenduell zweier als Außenseiter gestarteter Radprofis. Nach zwanzig Etappen liegen Jai Hindley und Tao Geoghegan Hart exakt gleichauf.

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          Der 103. Giro d'Italia steuert auf ein hochspannendes Finale mit einem Außenseitersieg zu. Auf der 20. und vorletzten Etappe entriss der Australier Jai Hindley seinem Sunweb-Teamkollegen Wilco Kelderman (Niederlande) das Rosa Trikot des Gesamtführenden. Der Tagessieg bei der Bergankunft in Sestriere ging nach 190 Kilometern an den Briten Tao Geoghegan Hart (Ineos), der nun Hindleys schärfster Rivale auf den Giro-Sieg ist.

          Das Gesamtklassement ist vor dem abschließenden Einzelzeitfahren an der Spitze denkbar eng. Hindley hatte im Zielsprint am Samstag zwar gegen den letztlich frischeren Hart das Nachsehen und wurde Zweiter, im Gesamtklassement sind beide Fahrer nach 85:22:07 Stunden exakt zeitgleich.

          Kelderman, der erst am vergangenen Donnerstag auf der Königsetappe in Rosa geschlüpft war, fiel nach seinem achten Tages-Platz auf den dritten Rang im Gesamtklassement (+1:32 Minuten) zurück.

          Hart und Hindley haben bisher bei keiner der drei großen Landesrundfahrten (Giro, Vuelta, Tour de France) einen Top-15-Platz belegt. Beim 15,7 Kilometer langen Kampf gegen die Uhr können sich die Beiden am Sonntag mit dem größten Erfolg ihrer bisherigen Laufbahn belohnen.

          Die ursprünglich als Favoriten gestarteten Geraint Thomas (Sturz), Simon Yates und Steven Kruijswijk (jeweils positiver Corona-Test) sind beim Giro längst ausgeschieden.

          Die 20. und zugleich vorletzte Etappe am Samstag war aufgrund der Corona-Pandemie geändert worden und führte nicht durch Frankreich. Die in der ursprünglichen Streckenführung vorgesehenen Anstiege zum Colle dell’Agnello und auf den Col de l’Izoard wurden nicht überquert. Stattdessen ging es dreimal hinauf nach Sestrière, wo das Teilstück auf 2035 Metern endete.

          Die Italien-Rundfahrt entscheidet sich am Sonntag in Mailand. Das Einzelzeitfahren verläuft über 15,7 Kilometer von Cernusco sul Naviglio in die Lombardei-Metropole.

          Roglic führt bei Vuelta

          Der Belgier Tim Wellens hat die fünfte Etappe der Vuelta der Radprofis gewonnen. Er setzte sich am Samstag nach 184,4 Kilometern von Huesca nach Sabiñánigo aus einer Ausreißergruppe durch. „Ich bin sehr, sehr glücklich“, resümierte Wellens, der sich den Sieg bei dem Teilstück vor Guillaume Martin aus Frankreich und dem Niederländer Thymen Arensmann sicherte.

          Das Rote Trikot des Gesamtführenden verteidigte der Slowene Primoz Roglic, der den Sprint des folgenden Feldes für sich entschied. Er hat fünf Sekunden Vorsprung auf Daniel Martin (Irland)  und deren 13 auf Richard Carapaz (Ecuador).

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