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Giro d’Italia : Bernal vor Sieg – Caruso gewinnt letzte Bergetappe

  • Aktualisiert am

Egan Bernal steht kurz vor dem Gesamtsieg beim Giro d’Italia. Bild: Reuters

Gut 30 Kilometer Zeitfahren trennen den kolumbianischen Radstar Egan Bernal vom Triumph beim 104. Giro d’Italia. Der Ineos-Kapitän wird auf der vorletzten Etappe mit drei schweren Anstiegen Zweiter.

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          Der kolumbianische Radstar Egan Bernal steht vor dem Triumph beim 104. Giro d'Italia. Der 24 Jahre alte Ineos-Kapitän wurde auf der letzten Bergetappe mit drei schweren Anstiegen Zweiter hinter seinem italienischen Widersacher Damiano Caruso (Bahrain-Victorious) und geht mit 1:59 Minuten Vorsprung auf Caruso in das abschließende Zeitfahren über 30,3 Kilometer am Sonntag in Mailand.

          Caruso setzte sich bei der Bergankunft nach 166 Kilometer auf der Alpe Motta in 1723 Metern Höhe mit 24 Sekunden Vorsprung auf Bernal durch, der damit nach der Tour de France 2019 seine zweite große Rundfahrt gewinnen könnte. Es wäre der zweite kolumbianische Giro-Sieg nach Nairo Quintana im Jahr 2014.

          „Es war schwierig, vor allem als Caruso weggefahren ist. Aber meine Teamkollegen und ich haben die Situation gut gehandhabt und den Rückstand in Grenzen gehalten“, sagte Bernal, der im Vorjahr die Tour de France angeschlagen aufgegeben hatte: „Rund zwei Minuten Vorsprung, das ist eine gute Position.“

          Im Zeitfahren dürfte Caruso allenfalls leichte Vorteile haben. Beim ersten Kampf gegen die Uhr zum Giro-Auftakt über 8,6 Kilometer in Turin hatte der 33-Jährige als 25. sieben Sekunden vor Bernal (40.) gelegen. Der Brite Simon Yates (BikeExchange), der die vorletzte Bergetappe am Freitag gewonnen hatte, musste Bernal diesmal ziehen lassen und kam auf Platz sechs (+0:51). Im Gesamtklassement ist er Dritter (+3:23).

          Bernal hatte vor allem im Anstieg zum 2112 Meter hohen Splügenpass und bei der anschließenden Abfahrt bei Regen und Kälte zu kämpfen. Caruso, Zweiter im Gesamtklassement, war dem Kolumbianer zuvor am San-Bernardino-Pass (2066 Meter) davongefahren und hatte danach Tempo in einer kleinen Spitzengruppe gemacht. Bernal und sein Ineos-Team hielten den Rückstand bis zum Schlussanstieg aber unter einer Minute, im Finale wackelte der Gesamtspitzenreiter dann nicht mehr entscheidend.

          Die deutsche Rundfahrt-Hoffnung Emanuel Buchmann (Ravensburg/Bora-hansgrohe) hatte am vergangenen Sonntag nach einem Sturz aufgeben müssen.

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