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Unter elf Sekunden im Sprint : Endlich wieder fliegen

Kleine Pause, kein Problem: Gina Lückenkemper lässt sich durch die Verschiebung des Programms nicht irritieren Bild: dpa

Erstmals seit vier Jahren bleibt Sprinterin Gina Lückenkemper über 100 Meter unter elf Sekunden. Doch international werden vor der WM noch ganz andere Zeiten gelaufen.

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          Gina ist zurück. Die schnellste Sprinterin Deutschlands durchbricht endlich wieder die Schallmauer von elf Sekunden, doch der Knall blieb aus. „Fühlt sich an wie fliegen“, beschrieb Gina Lückenkemper ihren scheinbar mühelosen Lauf von 10,99 Sekunden, mit dem sie am Samstagabend im Olympiastadion von Berlin deutsche Meisterin wurde. Das Gefühl verschwand schnell: „Ich spüre meine Beine jetzt ganz schön.“

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Herausforderinnen fehlten der Überfliegerin auf der Sprintstrecke in Berlin. Titelverteidigerin Alexandra Burghardt, die zwischenzeitlich eine olympische Silbermedaille im Bob gewann, meldete sich krank, nachdem sie beim Aufwärmen in sich hineingehorcht hatte. Tatjana Pinto zog zurück, nachdem sie im Vorlauf 11,26 Sekunden für die hundert Meter gebraucht hatte und im Halbfinale 11,39. Blieb nur, die elf Sekunden zu attackieren. Und wirklich; Gina Lückenkemper war eher im Ziel, als die Zeit abgelaufen war – zum ersten Mal seit vier Jahren, zum vierten Mal seit der Weltmeisterschaft von London 2017 und der Europameisterschaft von Berlin 2018, bei der sie Zweite wurde.

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