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German Darts Masters : „Respektloses deutsches Publikum“

  • Aktualisiert am

Gabriel Clemens: Bis ins Finale des German Darts Masters vorgespielt Bild: dpa

Der deutsche Darts-Profi Gabriel Clemens verpasst knapp den Titel beim German Darts Masters. Der im Viertelfinale unterlegene Brite Rob Cross kritisiert die deutschen Zuschauer scharf.

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          Der frühere Weltmeister Rob Cross (England) hat das deutsche Publikum nach dem German Darts Masters in Köln heftig kritisiert. „Jedes Mal, wenn man in Deutschland spielt, ist das Publikum respektlos. Es ist vermutlich das respektloseste, gegen das ich je gespielt habe“, sagte Cross bei Live Darts TV.

          Der Weltranglistenzweite und Weltmeister von 2018 war im Viertelfinale gegen den deutschen Überraschungsmann Gabriel Clemens (Saarwellingen) immer wieder ausgebuht und ausgepfiffen worden, als er zum Abschluss eines Legs auf die Doppelfelder warf. Clemens hatte sich nach seinem 8:5-Erfolg gegen Cross für das Verhalten der Fans entschuldigt. Auch die übrigen deutschen Gegner mussten immer wieder Pfiffe über sich ergehen lassen.

          Der 28-jährige Cross legte in Richtung der Fans noch einmal nach. „Ich verstehe, dass sie einen großen Star wollen. Aber vielleicht haben sie diese Spieler einfach nicht“, sagte er und kritisierte auch die Spieler: „Wenn du als Spieler diese Fans hinter dir vereinen musst, um gut zu sein, hilft dir das nirgendwo anders. Manche Spieler müssen das aber scheinbar.“

          Clemens hatte in der ersten Runde am Freitag völlig überraschend den fünfmaligen Weltmeister Raymond van Barneveld (Niederlande) aus dem Turnier geworfen, ehe er gegen Cross siegte. Im Halbfinale bezwang der „German Giant“ auch noch Vorjahressieger Mensur Suljovic (Österreich). Erst im Finale am Samstagabend gegen den Schotten Peter Wright verlor der Deutsche vor über 10.000 Zuschauern knapp mit 6:8.

          Für Wright war es sein zweiter Erfolg beim deutschen Turnier der World Series nach 2017. Er kassierte ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Pfund (rund 22.275 Euro). Clemens, der sein erstes Finale bei einem Fernseh-Turnier spielte, sicherte sich die Hälfte. „Im Moment überwiegt natürlich die Enttäuschung, aber morgen dürfte wieder alles okay sein. Ich glaube, ich kann ganz stolz auf mich sein“, sagte er dem Sport-Informations-Dienst (sid): „Im Finale habe ich gemerkt, dass ich es nicht gewohnt bin, drei Spiele an einem Tag zu machen.“

          Auch die anderen deutschen Dartsprofis präsentierten sich beim Heimspiel so stark wie selten. Martin Schindler (Strausberg) besiegte sensationell Weltmeister Michael van Gerwen (Niederlande), Nico Kurz (Nidderau) gewann ebenso überraschend gegen den zweimaligen Champion Gary Anderson (Schottland). Beide scheiterten danach im Viertelfinale. Deutschlands Topspieler Max Hopp (Kottengrün) zeigte ebenfalls eine gute Leistung, verlor aber trotz eines überragenden Punkteschnitts in der ersten Runde gegen Cross.

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