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Gafur Rachimow : Der Boxpräsident und die Mafia

  • -Aktualisiert am

Gafur Rachimow, Interimspräsident des internationalen Amateurbox-Verbandes Aiba. Bild: AKIPress

Schon bei seinen Vorgängern gab es Probleme. Nun steht der Interimspräsident des internationalen Boxverbandes unter Verdacht. Die mögliche Verbindung zur organisierten Kriminalität könnte schwerwiegende Folgen haben.

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          Gafur Rachimow ist ein Mann, der es gewohnt ist, in geschäftlichen Angelegenheiten mit harten Bandagen vorzugehen, alles andere als zimperlich zu sein. Insofern passt er bestens zu dem Sport, dem er zu Diensten ist. Seit wenigen Tagen in der Position als Interimspräsident der Aiba, dem internationalen Boxverband unter dem Dach des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Da ist dann nicht nur das IOC, sondern auch das FBI hellhörig geworden. Der 66-Jährige, der neben einem usbekischen auch einen russischen Pass besitzt, wird seit geraumer Zeit verdächtigt, Verbindungen zur Mafia zu pflegen, an Heroingeschäften beteiligt, generell Teil der organisierten Kriminalität zu sein.

          Australien verweigerte ihm die Einreise zu den Olympischen Spielen 2000 in Sydney. Damals wie heute war Rachimow Präsident der Asiatischen Box-Föderationen. Als dienstältesten Aiba-Vizepräsidenten haben ihn seine Kollegen für eine Übergangszeit zum Nachfolger des Italieners Franco Falcinelli auserkoren. Das Amt des Präsidenten hatte dieser Mitte Dezember kommissarisch übernommen, nachdem der gewählte Mann an der Spitze des Weltverbandes von der Disziplinar-Kommission der Aiba zum Rückzug genötigt wurde. Ein Abgang zweiter Klasse für den Taiwaner Ching-Kuo Wu nach elf Jahren Präsidentschaft. Wegen finanzieller Misswirtschaft.

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