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Handball in Qatar : Füchse Berlin verlieren Finale im Super Globe

  • Aktualisiert am

Hannes Lindberg und die Füchse Berlin verloren das Endspiel. Bild: Picture-Alliance

Im vierten Finale in Serie wollten die Füchse Berlin ihren dritten Titel bei der inoffiziellen Klub-WM gewinnen. Wie im Vorjahr ist der FC Barcelona im Endspiel aber zu stark für den EHF-Pokalsieger.

          Die Füchse Berlin haben den dritten Triumph bei der inoffiziellen Handball-Klub-WM verpasst. Der EHF-Pokalsieger unterlag am Freitag im Finale des Super Globe dem spanischen Spitzenklub FC Barcelona in Doha mit 24:29 (12:13). In der Neuauflage des Endspiels aus dem Vorjahr hielten die Füchse gegen den Favoriten lange Zeit sehr gut mit. Eine kurze Schwächephase des Titelträgers der Jahre 2015 und 2016 in der zweiten Halbzeit nutzten die Katalanen aus, um sich entscheidend abzusetzen. Die besten Füchse-Schützen waren Jacob Holm mit acht und Bjarki Elisson mit fünf Toren.

          „Wir haben top gekämpft. Die erste Halbzeit war eine der besten in dieser Saison“, sagte Trainer Velimir Petkovic. „Leider hatten wir keine Geduld, Kapital aus unserer guten Deckung zu schlagen“, bemängelte der 62-Jährige. Petkovic war aber „unglaublich stolz“ auf seine Spieler: „Darauf können wir aufbauen.“

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          In einer ausgeglichenen Anfangsphase arbeiteten die Füchse konzentriert in der Deckung. Nach einem schlecht abgeschlossenen Barcelona-Angriff gelang Holm im Gegenzug die Führung zum 6:4 (10.). Anschließend nahm Barcelona die erste Auszeit. Die Füchse verpassten es in dieser Phase, die Abschlussschwächen des Favoriten zu einer höheren Führung zu nutzen. Die immer noch stehende Abwehr der Berliner kompensierte die kleineren Angriffsprobleme. So konnte zunächst kein Team eine deutliche Führung erzielen. Erst fünf Minuten vor der Pause lag Barcelona beim 11:9 erstmals mit zwei Treffern vorn. Barça-Torwart Kevin Möller hatte zuvor mehrmals gute Füchse-Möglichkeiten zunichte gemacht. Beim Stand von 13:12 für die Katalanen ging es in die Pause.

          Im zweiten Abschnitt kämpften beide Seiten verbissen weiter und ließen in ihrer Intensität nicht nach. Barcelona nutzt eine kurze Schwäche-Phase der Füchse mit einer 3:0-Serie zur 18:15-Führung (38.). Und nach der Berliner Auszeit legten die Katalanen zum 19:15 und 20:15 nach (42.). Barcelona ließ jetzt seine Extra-Klasse aufblitzen, und die Füchse liefen hinter. Schnell bauten die Spanier ihren Vorsprung auf 24:16 aus (46.).

          Wenn die Berliner die Abwehr doch einmal düpierten, scheitern die Angreifer häufig an FCB-Keeper Möller. Barcelona spielte die Partie nun routiniert zu Ende. Die Berliner mussten am Ende auch dem vierten Pflichtspiel innerhalb von fünf Tagen Tribut zollen. Viel Zeit zum Regenieren bleibt den Hauptstädtern nach der Rückkehr aus Katar nicht. Bereits am Sonntag müssen die Füchse bei den Rhein-Neckar Löwen antreten.

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