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Früherer Radfahrer Beat Breu : „Manege frei“ für den Träumer

  • -Aktualisiert am

„Zirkus, das bin ich“ – Beat Breu hat nach einem bewegten Leben seine Berufung gefunden. Bild: Picture-Alliance

Beat Breu war einmal der beste Radfahrer der Schweiz. Er fuhr auch bei der Tour de France mit und gewann eine Etappe am L‘Alpe d‘Huez. Aber das ist lange her. Als Zirkusdirektor will er heute Illusionen verkaufen.

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          Irgendwann hebt er sich also aus seinem Stuhl und verschwindet im Campingwagen, es ist jetzt eine eher unklare Sache, warum er verschwindet, aber er kommt schnell wieder, Gott sei Dank, und stellt einen Karton auf den Tisch, ganz zart, als wäre der Karton aus geflochtenen Gänseblümchen und nicht aus Pappe. „Na ja“, sagt Beat Breu, der mal ein so vorzüglicher Radfahrer gewesen ist, dass er einen radikal bescheuerten Spitznamen verpasst bekommen hat (Bergfloh, ja, wirklich), „das ist halt, woran ich in meiner Freizeit so bastle.“

          Er bleibt neben dem Tisch stehen, er trägt ein kurzärmliges Hemd und Sporthose, für einen kleinen Moment wirkt er, als hinterfrage er den Sinn dieser Aktion und sein ganzes Leben gleich mit. Aber dann gibt er sich einen Ruck, packt den Karton und dreht ihn um. „Von denen habe ich einige“, sagt er und ist stolz und verlegen wie ein Kunststudent bei der Abgabe seines ersten Bildes. „Das macht mir Spaß.“

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