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Frodeno, Kienle und Lange : Das Jahr der Entscheidung im Triathlon

2016 gelang Jan Frodeno die bislang schnellste Zeit eines Athleten auf der Triathlon-Strecke. Bild: Felix Rüdiger

Drei Deutsche dominieren im Triathlon. Jan Frodeno und Sebastian Kienle verstehen sich, zu Patrick Lange haben sie nicht das beste Verhältnis. Es wird heiß hergehen beim Ironman in Frankfurt – und das liegt nicht nur am Wetter.

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          Einträchtig saßen sie nebeneinander auf der Pressekonferenz vor der Ironman-Europameisterschaft, die an diesem Sonntag (Start um 6.25 Uhr) in Frankfurt über die Triathlonbühne geht. Einträchtig? Nun ja, die große Zuneigung ist es nicht, die Jan Frodeno und Sebastian Kienle mit dem Konkurrenten Patrick Lange verbindet. Der Realität dürfte man eher näherkommen mit Kienles Reaktion auf die Feststellung des Moderators, er sehe ja ganz entspannt aus vor dem ersten Höhepunkt der Ironman-Saison. „Du kannst nur meine Hülle sehen“, entgegnete der 34 Jahre alte Hawaii-Champion von 2014 und dreimalige Frankfurt-Sieger, „aber nicht, wie es innen drin aussieht.“

          Michael Eder

          Sportredakteur.

          Wie es innen drin aussieht im Binnenverhältnis der weltweit dominierenden deutschen Ironman-Troika, ist bei Kienle und Frodeno einigermaßen leicht auszumachen. Sie sind Rivalen der Rennbahn, ansonsten schwimmen sie, was Humor, Erfolg und gegenseitigen Respekt betrifft, seit vielen Jahren auf ein und derselben Welle. Mit dem 32 Jahre alten Aufsteiger Lange, der die Langstreckenszene seit 2016 aufmischt, nachdem er zuvor über kurz und mittellang nur ein Mitläufer war, verbindet sie wenig. Im vergangenen Jahr auf Hawaii, als Frodeno verletzt fehlte, Kienle aufgeben musste und Lange zum zweiten Mal in Folge Ironman-Weltmeister wurde, war der Zwist öffentlich geworden, was bis heute nachwirkt. „Wir sind nicht die besten Buddies“, sagt Frodeno, „das macht das Feuer noch ein bisschen heißer.“

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