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French Open : Petkovic mit Nervenstärke ins Viertelfinale

  • Aktualisiert am

Unter den besten Acht in Paris: Andrea Petkovic steht im Viertelfinale Bild: AP

Am Anfang droht Andrea Petkovic ein Debakel, doch dann kämpft sich die Darmstädterin in Paris zurück. Am Ende zieht die letzte Deutsche bei den French Open ins Viertelfinale ein.

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          Nach einem weiteren Zitterspiel hat Andrea Petkovic zum zweiten Mal nach 2011 das Viertelfinale bei den French Open erreicht. Die 26-jährige Darmstädterin gewann am Montag in Paris 1:6, 6:2, 7:5 gegen die niederländische Qualifikantin Kiki Bertens, die nur die Nummer 148 der Tennis-Weltrangliste ist. Petkovic trifft in der Runde der letzten Acht am Mittwoch entweder auf die einstige Weltranglisten-Erste Jelena Jankovic aus Serbien oder Sara Errani. Die Italienerin stand vor zwei Jahren im Endspiel von Paris.

          „Es war sehr schwierig. Kiki hat sehr, sehr gut gespielt“, sagte Petkovic unmittelbar nach dem Match auf Französisch auf dem Platz. „Ich weiß nicht, was im ersten Satz los war. Danach habe ich die Bälle besser plaziert. Ich bin sehr zufrieden“, erklärte sie im Interview mit dem früheren Profi Fabrice Santoro.

          Die niederländische Qualifikantin Kiki Bertens hatte am Ende doch das Nachsehen

          Petkovic schien zur Mittagszeit auf dem spärlich besuchten Court Philippe Chatrier anfangs ein ähnliches Debakel zu drohen wie tags zuvor an gleicher Stelle Angelique Kerber. Die 27. der Weltrangliste gewann ihr erstes Aufschlagsspiel noch mit Mühe und hatte eine Chance zum 2:0. Danach fand Petkovic keine Mittel mehr gegen das druckvollere und weitgehend fehlerfreie Spiel der Außenseiterin.

          Bertens konnte ihr Niveau jedoch nicht halten. Mit einer Flut von Fehlern ließ die semmelblonde 22-Jährige, die in Paris das beste Grand-Slam-Turnier ihrer Karriere spielt, Petkovic zurück ins Match. Im entscheidenden Satz brachte die Hessin zum 4:2 als Erste wieder einmal das Service durch. Doch Petkovic gab den Vorteil aus der Hand und drei Spiele in Serie ab.

          „Ich denke, dass sie aggressiver gespielt hat als ich. Danach habe ich mir gesagt, Andrea spiele aggressiver“, berichtete Petkovic, die 4:5 in Rückstand geriet, aber wie in den Runden zuvor gegen die Französin Kristina Mladenovic und die Schweizerin Stefanie Vögele die Nerven behielt. Petkovic konterte ihrerseits, verwandelte nach 2:03 Stunden mit einer Vorhand ihren zweiten Matchball und stieß einen Jubelschrei aus.

          Titelverteidiger Rafael Nadal ist unterdessen im Eiltempo in das Viertelfinale gestürmt. Der spanische Tennis-Weltranglisten-Erste ließ dem nur an Nummer 83 geführten Serben Dusan Lajovic mit 6:1, 6:2, 6:1 in nur 1:33 Stunden keine Chance. Der achtmalige Paris-Champion Nadal bekommt es im Viertelfinale am Mittwoch mit seinem letztjährigen Finalgegner und Landsmann David Ferrer zu tun. Der Weltranglisten-Fünfte schaltete den Südafrikaner Kevin Anderson mit 6:3, 6:3, 6:7 (5:7), 6:1 wie im Vorjahr im Achtelfinale aus. Das Endspiel gegen Nadal hatte Ferrer glatt verloren.

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