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French Open : Kohlschreiber hofft, Petkovic siegt

  • Aktualisiert am

Philipp Kohlschreiber treibt Wimbledonsieger Murray an den Rand einer Niederlage Bild: AP

Andrea Petkovic zieht ins Achtelfinale von Paris ein. Bei den Herren ist für Philipp Kohlschreiber die Sensation zum Greifen nah: Gegen Wimbledonsieger Andy Murray wird das Spiel bei 7:7 im fünften Satz unterbrochen.

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          Das Drittrunden-Match von Tennisprofi Philipp Kohlschreiber gegen Andy Murray bei den French Open ist am Samstag wegen Dunkelheit abgebrochen worden. Zu diesem Zeitpunkt stand es aus Sicht des Augsburgers 6:3, 3:6, 3:6, 6:4, 7:7 gegen den Wimbledonsieger aus Schottland. Das Match soll am Sonntag in Paris beendet werden.

          Kohlschreiber und Murray lieferten sich auf dem Court Suzanne Lenglen das erwartet verbissene Duell mit vielen langen Ballwechseln von der Grundlinie. In der phasenweise spektakulären Auseinandersetzung wandelte Kohlschreiber einen 1:3-Rückstand im ersten Satz noch um, dann setzte sich mehr und mehr das konstante Spiel des Olympiasiegers durch. Doch Kohlschreiber holte im vierten ein 2:4 auf und im fünften Satz ein 0:2. Das Break zum 3:2 gab er sofort wieder ab, um kurz nach halb zehn war es schließlich zu dunkel zum Weiterspielen.

          Schafft Andrea Pektovic jetzt sogar den Sprung ins Viertelfinale?

          Andrea Petkovic steht zum zweiten Mal in ihrer Tennis-Karriere im Achtelfinale. Die Darmstädterin gewann 6:4, 4:6, 6:4 gegen die französische Lokalmatadorin Kristina Mladenovic. Die 27. der Weltrangliste trifft am Montag auf die Niederländerin Kiki Bertens. Gegen die Qualifikantin, derzeit nur die 148. der Weltrangliste, geht Petkovic als Favoritin ins Match. Damit hat die 26-Jährige gute Aussichten, nach 2011 zum zweiten Mal unter die letzten Acht einzuziehen. Bereits an diesem Sonntag bestreitet Angelique Kerber ihr Achtelfinale gegen die Kanadierin Eugenie Bouchard.

          Auf dem Centre Court lag Petkovic in einem wechselvollen ersten Satz schon 2:4 hinten. Die zuletzt wieder erstarkte Hessin fand noch einmal zurück, wehrte vor dem 5:4 einen Breakball ab und profitierte beim ersten Satzball von einem Doppelfehler. Unterstützt von den heimischen Fans steigerte sich „Kiki“ Mladenovic danach. Die Bezwingerin von Australian-Open-Siegerin Li Na zog schnell auf 4:1 davon und brachte diesen Vorsprung am Ende mit Mühe durch. Nach zahlreichen Breaks führte Petkovic im letzten Satz gegen die Weltranglisten-103. schon 4:2 und 5:3. In einem Duell der Nerven beendete sie das Match nach 2:21 Stunden mit dem zweiten Matchball.

          Rafael Nadal hat in Paris alles im Griff und alles im Blick

          Titelverteidiger Rafael Nadal steht auch bei seiner zehnten Teilnahme im Achtelfinale und bleibt ohne Satzverlust im laufenden Turnier. Der Tennis-Weltranglisten-Erste aus Spanien war beim 6:2, 7:5, 6:2 gegen den Argentinier Leonardo Mayer phasenweise aber stark gefordert. „Es war ein tolles Gefühl, hier zu spielen. Mit diesem Platz verbinde ich viele Erinnerungen“, sagte Nadal nach dem 2:17 Stunden langen Match auf dem voll besetzten Court Philippe Chatrier.

          Anschließend umarmte er den schwer erkrankten früheren französischen Tennisprofi Jérôme Golmard. Der 40-Jährige, einst 22. der Weltrangliste, hatte die Partie im Rollstuhl sitzend verfolgt. In seiner nächsten Partie am Montag gegen den Weltranglisten-83. Dusan Lajovic aus Serbien ist Nadal abermals klarer Favorit.

          Aus in Paris: Die einstige French-Open-Siegerin Ana Ivanovic

          Im Viertelfinale könnte auf den achtmaligen Paris-Sieger sein letztjähriger Endspielgegner David Ferrer warten. Der Weltranglisten-Fünfte aus Spanien besiegte den Südtiroler Andreas Seppi 6:2, 7:6 (7:2), 6:3. Ferrer trifft nun zunächst auf den Südafrikaner Kevin Anderson, der von der Aufgabe des Kroaten Ivo Karlovic wegen Rückenproblemen profitierte.

          Die Weltranglisten-Vierte Simona Halep aus Rumänien kam souverän weiter. Die Juniorensiegerin von 2008 ließ der Spanierin Maria-Teresa Torro-Flor mit 6:3, 6:0 keine Chance. Halep ist nach dem Aus von Titelverteidigerin Serena Williams, der früheren Siegerin Li Na und der Polin Agnieszka Radwanska als Nummer vier nun die am höchsten gesetzte Spielerin im Turnier.

          Geht doch: Simone Halep streicht nicht wie andere Favoritinnen frühzeitig die Segel

          „Es ist nicht leicht. Man kann nicht einfach sagen, dass ich das Halbfinale oder das Endspiel erreiche“, räumte die 22-Jährige aus Constanta ein. „Aber ich versuche, den Druck von mir fernzuhalten.“ Nächste Gegnerin ist die Amerikanerin Sloane Stephens. Die 19. der Weltrangliste gewann 6:3, 6:4 gegen die Russin Jekaterina Makarowa. Die ehemalige French-Open-Siegerin Ana Ivanovic verpasste das Achtelfinale. Die Serbin unterlag nach enttäuschender Leistung 3:6, 3:6 gegen die Tschechin Lucie Safarova. Ivanovic hatte das Turnier 2008 gewonnen und war im gleichen Jahr auch die Nummer eins der Welt.

          Dagegen zog die 2009 im Stade Roland Garros erfolgreiche Russin Swetlana Kusnezowa unter die letzten 16 ein. Kusnezowa gewann in einem packenden Duell über 3:13 Stunden 6:7 (3:7), 6:1, 9:7 gegen die einstige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien, die an Nummer fünf gesetzt war. Kusnezowa trifft am Montag auf Safarova.

          Die einstige Finalistin Sara Errani und die frühere Weltranglisten-Erste Jelena Jankovic schafften ebenfalls den Sprung in das Achtelfinale und treffen dort am Montag aufeinander. Beide feierten klare Drittrunden-Siege. Zwei Jahre nach ihrer Endspiel-Teilnahme machte die Italienerin Errani beim 6:0, 6:1 kurzen Prozess mit Julia Glushko aus Israel. Jankovic hatte gegen die Rumänin Sorana Cirstea ebenfalls keine Probleme und gewann 6:1, 6:2. Die dreimalige Paris-Halbfinalistin ist in diesem Jahr an Nummer sechs gesetzt, Errani an Nummer zehn.

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